Berlin-Anschlag: Bürgermeister für mehr Videoüberwachung
© APA/dpa/Michael KappelerBlick auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz nach Wiedereröffnung.
Straftaten könnten zwar nicht verhindert, aber "deutlich schneller aufgeklärt werden", sagt SPD-Politiker Michael Müller.
Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat sich der Bürgermeister Michael Müller für mehr Videoüberwachung an öffentlichen Orten der deutschen Hauptstadt ausgesprochen. Müller sagte am Donnerstagabend im Sender RBB, er "hoffe sehr, dass es Bewegung in dieser Frage gibt".
An wichtigen Verkehrsknotenpunkten
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ABD0002_20150528 - Eine Videokamera ist am 27.05.2015 im U-Bahnhof Eberswalder Straße in Berlin befestigt. Foto: Lukas Schulze/dpa (zu dpa "Überwachungskameras auf Schritt und Tritt - Alles im Blick?" vom 28.05.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Mit
Videoüberwachung könnten
Straftaten zwar nicht verhindert, aber sie könnten "deutlich schneller aufgeklärt werden". Der SPD-Politiker nannte als mögliche Orte für die Installation zusätzlicher Kameras unter anderem den
Alexanderplatz in Mitte, den Verkehrsknotenpunkt Kottbusser Tor im Stadtteil
Kreuzberg und den
Breitscheidplatz, wo bei dem Anschlag am 19. Dezember zwölf Menschen getötet worden waren. Videotechnik könne in diesen Fällen dazu beitragen, "dass diese Orte sicherer werden", sagte
Müller.
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Berlin mayor Michael Mueller, German Chancellor Angela Merkel and German interior minister Thomas de Maiziere stand in silence at the Christmas market in Berlin, Germany, December 20, 2016, one day after a truck ploughed into a crowded Christmas market in the German capital. REUTERS/Hannibal Hanschke TPX IMAGES OF THE DAY
Berliner Koalition vereinbarte Gegenteiliges
Die neue Berliner Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen hatte in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, auf eine Ausweitung der Videoüberwachung zu verzichten. Über einen Ausbau der Videoüberwachung in Deutschland wird seit dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt wieder verstärkt diskutiert.
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