Bald Kanzlerin? Kramp-Karrenbauer durfte schon üben

Angela Merkel im Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer auf einer Veranstaltung.
Für die sogenannte Morgenlage standen die Türen im deutschen Kanzleramt laut Medienbericht auch anderen CDU-Funktionären offen.

Auch schon vor ihrem Eintritt in die deutsche Bundesregierung durfte die CDU-Vorsitzende und nunmehrige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer laut einem Zeitungsbericht an vertraulichen Sitzungen im Bundeskanzleramt teilnehmen. Zudem sei die sogenannte Morgenlage seit Beginn der Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU) grundsätzlich auch für andere hohe Parteifunktionäre der Union offengestanden, berichtete der Tagesspiegel.

Die Zeitung beruft sich auf das Kanzleramt selbst. Im Frühling dieses Jahres habe sich Kramp-Karrenbauer allerdings aus der morgendlichen Runde zurückgezogen.

FDP: Fragwürdige Praxis

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, bezeichnete die Einladung an die CDU-Vorsitzende als fragwürdige Praxis: " Angela Merkel hat offenbar eine immer weitere Verschmelzung von Staats- und Parteiapparat herbeigeführt." Dem Bericht ging laut Tagesspiegel eine Auskunftsklage vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg voraus, weil die Regierung die Informationen ursprünglich nicht preisgeben wollte.

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