Protesters set up a fire barricade at the Athens's suburb of Peristeri, on Friday, Aug. 16, 2013. Technical school student Thanassis Kanaoutis, 19, fell to his death Tuesday night when the trolley bus doors unexpectedly opened following an altercation with an inspector because he hadn't validated his ticket. After the funerals, youths clashed with riot police over the death of the teenage trolley bus passenger. (AP Photo/PHASMA/Giorgos Nikolaidis) GREECE OUT

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Griechenland
08/17/2013

Athen: Proteste nach Tod eines Schwarzfahrers

Der Teenager starb nachdem er aus einem fahrenden Bus gestürzt war.

Der Tod eines 19-jährigen Schwarzfahrers in Athen hat wütende Proteste ausgelöst: Rund eintausend Demonstranten machten am Freitag auf den Straßen der griechischen Hauptstadt ihrem Ärger Luft, nachdem der Teenager offenbar beim Fluchtversuch während einer Ticket-Kontrolle ums Leben gekommen war. Das linksradikale Oppositionsbündnis Syriza führte die Tragödie auf die Sparpolitik zurück. Die Regierung in Athen kündigte Ermittlungen zu den Umständen des Zwischenfalls an.

"Der Tod eines jungen Mannes von 19 Jahren hat uns alle bestürzt, und die Gründe werden gründlich untersucht", erklärte Regierungssprecher Simos Kedikoglou. Der Heranwachsende war in einem Nahverkehrsbus mit dem Ticket-Kontrolleur aneinandergeraten und hatte Augenzeugen zufolge den Nothalt-Knopf gedrückt, um sich einer Strafe zu entziehen. Offenbar hatte er seinen Fahrschein nicht abgestempelt.

Aus dem fahrenden Bus

Beim Sturz aus dem fahrenden Mini-Bus zog er sich so schwere Verletzungen zu, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nachdem eine erste Klinik ihm nicht helfen konnte, wurde er in eine andere Klinik transportiert, wo die Ärzte seinen Tod feststellten. Laut dem Vater des Opfers fiel der Teenager auf den Rücken, nachdem er im Zuge eines Streits aus dem Bus gestoßen worden war.

Syriza und andere linkspolitische Gruppen organisierten die Freitagsproteste im Athener Vorort Peristeri, wo die Verwandten des Opfers einer Trauerzeremonie beiwohnten. Syriza zufolge konnte sich der junge Mann den Fahrpreis von 1,20 Euro nicht leisten, was "die erschreckende Situation eines Großteils der griechischen Gesellschaft zeigt". Die Regierung warf dem Oppositionsbündnis vor, "einen tragischen Vorfall" für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Der Mini-Bus-Verkehr im betroffenen Bezirk wurde von der Polizei "aus Sicherheitsgründen" ausgesetzt.

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