Griechenlands Regierungschef Tsipras trifft sich a, Mittwoch mit Merkel und Hollande.

© REUTERS/ALKIS KONSTANTINIDIS

Athen/Brüssel
06/09/2015

Griechen legen neue Reformvorschläge vor

Die bisherigen Reformvorschläge aus Athen reichten den Geldgebern nicht aus.

Die griechische Regierung hat den internationalen Geldgebern neue Vorschläge für Reformen unterbreitet. Athen habe einen "Gegenvorschlag" zu den Forderungen der Gläubiger gemacht, hieß es am Dienstag aus EU-Kreisen. Dieser werde nun geprüft. Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland verhandelt seit Monaten mit seinen internationalen Kreditgebern über die Bedingungen, zu denen in Aussicht gestellte Hilfsgelder von 7,2 Mrd. Euro ausgezahlt werden sollen.

Die bisherigen Reformvorschläge aus Athen reichten den Geldgebern nicht aus. Athen lehnte in den Verhandlungen mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zuletzt insbesondere die Erhöhung der Mehrwertsteuer für Strom auf 10 Prozent und Einschnitte bei den niedrigsten Pensionen ab.

Das europäische Hilfsprogramm für Griechenland läuft Ende des Monats aus. Athen muss dann auch Kredite von 1,6 Mrd. Euro an den IWF zurückzahlen, was das Land angesichts leerer Kassen überfordern dürfte.

Krisentreffen am Mittwoch

Der Athener Chefkoordinator Euclides Tsakalotos traf sich am Montagabend mit dem französischen EU-Währungskommissar Pierre Moscovici in Brüssel. Dabei sei es um die Sparmaßnahmen Griechenlands bis Ende 2016 gegangen, hieß es aus Kreisen der Regierung in Athen am Dienstag.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wollen diesen Mittwoch in Brüssel erneut versuchen, einen Kompromiss im Streit um die Forderungen der Gläubiger an Griechenland zu finden. Einen Durchbruch habe es bei den Vorgesprächen in Brüssel nicht gegeben, berichtete die griechische Presse.

Auf dem G-7-Gipfel haben Merkel, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Barack Obama bereits den enormen Zeitdruck betont. Außerhalb Griechenlands wächst täglich die Sorge, dass die unerfahrene Linksaußen-Rechtsaußen-Regierung in Athen die europäischen Prozesse und den Ernst der Lage falsch einschätzt und glaubt, bis zur letzten Minute pokern zu können.

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