Politik | Ausland
18.05.2018

Artilleriebeschuss in der Ostukraine: Drei Zivilisten getötet

Prorussische Separatisten sollen schwere Artillerie eingesetzt haben. Sieben Soldaten wurden auf Regierungsseite verwundet.

Bei nächtlichem Artilleriebeschuss durch prorussische Separatisten in der Ostukraine sind drei Zivilisten getötet worden. Betroffen war eine Familie im Ort Trojizke, der auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet liegt. Vater und Sohn seien sofort gestorben, die Mutter später im Krankenhaus, teilte der Gouverneur des Gebiets Donezk, Pawel Schebrowski, am Freitag mit.

Die Separatisten hätten verbotenerweise schwere Artillerie des Kalibers 122 Millimeter eingesetzt. Um die Industriestadt Awdijiwka seien Grad-Mehrfachraketenwerfer verwendet worden. Sieben Soldaten wurden auf Regierungsseite verwundet. Am Vortag waren zwei Soldaten getötet und vier verletzt worden.

Gegenseitige Vorwürfe

Die von Russland unterstützten Aufständischen warfen wiederum den ukrainischen Regierungseinheiten den Einsatz schwerer Artillerie vor. Bei der Rebellenhochburg Horliwka seien drei Zivilisten verletzt worden. Die Separatisten beklagten den Tod eines Kommandanten. Nach Moskauer Angaben wurde der Tonmann eines russischen TV-Teams verletzt.

In dem Krieg sind UNO-Angaben zufolge seit 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die Umsetzung eines mit deutscher und französischer Vermittlung erreichten Friedensplans (Minsker Abkommen) stockt. Die Lage in der Ukraine war am Freitag auch Thema der Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi.