Argentinien gibt geheime Falklandkrieg-Akten frei

Ein schwarzer Pickup-Truck vor einem Gebäude mit der Aufschrift „Falkland Islands“ und einer britischen Flagge.
Dokuemnte zum krieg vor 33 Jahren: Präsidentin Kirchner ordnet Aufhebung der Geheimhaltung an.

Argentinien gibt seine geheimen Dokumente zum Falklandkrieg mit Großbritannien im Jahr 1982 frei. Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner sagte am Donnerstag bei einer Veranstaltung im südlichen Ushuaia, sie habe die Aufhebung der Geheimhaltung der Dokumente angeordnet. Das Verteidigungsministerium habe nun 30 Tage Zeit, um die Dokumente zu dem militärischen Konflikt öffentlich zu machen.

Cristina Fernández de Kirchner bei einer Rede.
Argentina's President Cristina Fernandez de Kirchner gestures as she makes an announcement on new subsidies and benefits for school renovation works, at the Casa Rosada government house in Buenos Aires February 11, 2015. The investigation into accusations that President Fernandez tried to cover up Iran's involvement in a 1994 bombing will go forward despite the death last month of the prosecutor on the case, authorities said on Friday. Alberto Nisman was found dead in mysterious circumstances on January 18, a day before he was due to face questions in Congress over his 289-page complaint against the president and her foreign minister, Hector Timerman. Picture taken February 11, 2015. REUTERS/Enrique Marcarian (ARGENTINA - Tags: CRIME LAW HEADSHOT POLITICS)
Kirchner äußerte sich bei einer Gedenkfeier zum Beginn des kurzen Krieges vor 33 Jahren. Die 400 Kilometer östlich von Südargentinien und Feuerland im südlichen Atlantik gelegenen Falklandinseln sind zwischenGroßbritannien undArgentinien umstritten. Nach einer Invasion der argentinischen Armee lieferten sich beide Länder 1982 einen kurzen Krieg um die Inseln, bei dem mehr als 900 - zumeist argentinische - Soldaten getötet wurden. Argentinien erlitt eine Niederlage, die im folgenden Jahr den Sturz der Militärdiktatur nach sich zog.

Verbleib bei Großbritannien

Die Inseln befinden sich seit 1833 unter britischer Kontrolle. Im Jahr 2013 hatten sich die etwa 3.000 Bewohner in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. Argentinien erkennt das Referendum aber nicht an. Kirchner sagte nun am Donnerstag, Argentinien sei entschlossen, die Souveränität über die Falklandinseln mit friedlichen Mitteln, "mit Hilfe des Völkerrechts und des Dialogs" zurückzuerlangen.

Ende März hatte sich der Konflikt zugespitzt: So kündigte Großbritannien eine Verstärkung seiner Militärpräsenz vor den Falklandinseln an. Damit reagiere London auf eine "sehr konkrete Bedrohung" durch Argentinien, hieß es. Buenos Aires bestritt das.

Kommentare