David Alaba

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EU-Wahl
04/11/2014

Alaba als Ehrenmitglied bei den REKOS?

Anders als der Sportler ist Andreas Mölzer bei den REKOS nun doch unerwünscht.

Es dürfte schon angenehmere Zeiten für FPÖ-Urgestein Andreas Mölzer gegeben haben: Am Freitag präsentierten die Freiheitlichen ihre erste Plakatwelle für die EU-Wahl - freilich nach seinem Abgang von der blauen Liste ohne Mölzer. Dann fiel das potenzielle Angebot seines ehemaligen Mitstreiters Ewald Stadler ins Wasser. Dieser hatte überlegt, Mölzer für seine neue Liste der Reformkonservativen (REKOS) ins Boot zu holen.

Doch Mölzer wird sich nicht auf der REKOS-Liste finden. Der Vorstand habe dies einstimmig abgelehnt. "Es wäre auch nicht erklärbar gewesen", meinte der REKOS-Gründer am Freitag: "Ich habe von Anfang an gesagt, wir sind eine eigene Partei und nicht die bessere FPÖ." Mölzer selbst hatte sich zu dem Angebot nicht geäußert.

Post an Alaba

Stattdessen ist aber offenbar jemand anderer erwünscht: In einem Brief bietet Stadler dem Bayern-München-Spieler David Alaba die Ehrenmitgliedschaft bei seinen "Reformkonservativen" an. Damit sorgte er für Schmunzeln, und meinte es aber selbst nicht ganz ernst, wie er der APA sagte. Es handle sich aber auch um ein "Signal an den freikirchlichen Bereich", so Stadler. Alaba hatte ja ungewollt die Hauptrolle in Mölzers Abgang-Drama gespielt: Dass in dessen Zeitschrift "Zur Zeit" schon vor zwei Jahren ein rassistischer Kommentar über den Fußballer erschienen war, hatte ihn letztendlich den Listenplatz bei den Freiheitlichen gekostet.

Stadler hat nun den Brief an Alaba geschrieben, den er noch am Freitag abschicken wollte. Der REKOS-Vorstand habe einstimmig beschlossen, "Ihnen aufgrund Ihres offenen christlichen Bekenntnisses und aus aktuellem Anlass die erste Ehrenmitgliedschaft anzutragen", heißt es darin. Die Liste REKOS definiert sich als konservative und betont christliche Partei. Stadler schreibt an Alaba, es erfülle ihn als Obmann "mit besonderer Freude, dass Sie als bekennender Christ mit dem Motto 'Meine Kraft liegt in Jesus!' öffentlich auftreten." Alaba gehört der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten an. Stadler sieht seine Initiative denn auch als Angebot an die heimischen Freikirchen. "Der freikirchliche Bereich ist völlig unbetreut. Es war für mich eine große Überraschung, wie aktiv diese Leute sind."

Ob sich Alaba über ein solches Angebot freut, ist nicht überliefert.

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