Al-Kaida gründet neuen Ableger auf indischem Subkontinent
Al-Kaida-Führer Ayman al-Zawahiri hat die Gründung eines neuen Ablegers des Terrornetzwerks auf dem indischen Subkontinent bekannt gegeben. Ziel sei die Errichtung eines "Kalifat" in Myanmar, Bangladesch und Teilen von Indien, sagte Al-Zawahiri nach Angaben des auf die Überwachung islamistischer Webseiten spezialisierten US-Unternehmens Site in einem am Mittwoch verbreiteten Video.
Die Organisation mit dem Namen "Kaidat al-Dschihad" solle die "künstlichen Grenzen" zwischen den muslimischen Bevölkerungen in der Region durchbrechen.
"Diese Einheit wurde nicht erst heute aufgestellt, sondern ist das Ergebnis der gesegneten Bemühungen von mehr als zwei Jahren, um die Mujaheddin auf dem indischen Subkontinent in einer einzigen Einheit zu versammeln," sagte Al-Zawahiri. Der Al-Kaida-Führer rief die muslimische Gemeinschaft auf, den Kampf gegen die Feinde aufzunehmen. Als Anführer des neuen Ablegers wurde demnach ein pakistanischer Islamist namens Asim Umar bestimmt. Die tatsächliche Schlagkraft der Einheit ist unklar.
Von New York bis Abbottabad
Seit ihrer Gründung Ende der 1980er-Jahre verübte Al-Kaida zahlreiche Terroranschläge. Das Terrornetzwerk führte insbesondere am 11. September 2001 die Attacken mit Passagierflugzeugen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington aus, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden. In den vergangenen Jahren wurde die Führungsriege des Terrornetzwerks im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet allerdings durch US-Drohnenangriffe deutlich dezimiert.
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