Politik | Ausland
05.08.2018

Ägypten meldete Tötung von 52 Islamisten auf dem Sinai

Zudem 32 mit Waffen und Munition beladene Fahrzeuge zerstört.

Ägyptische Sicherheitskräfte haben bei ihrem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Sinai nach amtlichen Angaben in jüngster Zeit mindestens 52 Kämpfer getötet. Zudem seien 32 mit Waffen und Munition beladene Fahrzeuge der Islamisten zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

Seit Februar läuft eine großangelegte Militäraktion auf der Sinai-Halbinsel gegen islamistische Kämpfer. Nach einem Anschlag auf eine Moschee auf dem Sinai, bei dem im November über 300 Menschen getötet worden waren, hatte Präsident Abdel Fattah al-Sissi die Armee angewiesen, binnen drei Monaten die Halbinsel mit allen Mitteln wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Hinter dem schlimmsten Attentat in der jüngeren Geschichte Ägyptens vermuten die Behörden den IS.

Seit mehr als drei Jahren bekämpfen die ägyptischen Sicherheitskräfte auf dem Sinai einen Ableger des IS. Die Extremisten haben nach dem Militärputsch 2013 unter Sissis Führung gegen den damaligen Präsidenten Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft verstärkt Anschläge verübt und dabei Hunderte Polizisten und Soldaten getötet.