Assange will in die australische Politik

EPAepa02262208 WikiLeaks founder Julian Assange shows an issue of the British daily The Guardian during a press conference at the Frontline Club in London, Britain, 26 July 2010, to discuss about the 75,000 Afghan war documents that the organization made
Foto: EPA Der Australier veröffentlichte vertrauliche US-Dokumente - in Washington war man "not amused".

Der Wikileaks-Gründer plant, für den Senat zu kandidieren. Der 40-Jährige steht derzeit in Großbritannien unter Hausarrest.

Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, will in seiner Heimat Australien für den Senat kandidieren. Der 40-Jährige könne für einen Sitz im Senat kandidieren, obwohl er in Großbritannien unter Hausarrest stehe, erklärte Wikileaks am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter.

"Julian hat sich entschieden anzutreten." Wikileaks werde zudem für die für 2013 geplanten Unterhauswahlen einen Kandidaten im Wahlkreis von Regierungschefin Julia Gillard aufstellen.

Brisante Depeschen veröffentlicht

WikiLeaks hat mit einem schweren Datenleck zu kämpfen. Foto: apa

Wikileaks hat unter anderem durch die Veröffentlichung von US-Dokumenten zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie vertraulicher US-Diplomatendepeschen den Zorn Washingtons auf sich gezogen.

Assange wehrt sich derzeit gegen eine mögliche Auslieferung von Großbritannien nach Schweden. Dort wird ihm vorgeworfen, mit zwei Frauen ohne deren Einwilligung ungeschützten Sex gehabt zu haben. Assange bestreitet dies. Der 40-Jährige fürchtet, dass er von Schweden an die USA ausgeliefert werden könnte.

Australiens Regierungschefin Gillard hatte die Veröffentlichung der US-Diplomatendepeschen als "höchst verantwortungslos" kritisiert und die australische Polizei angewiesen zu prüfen, ob Wikileaks gegen australisches Recht verstoßen habe. Die Behörden kamen aber zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

(APA / sho) Erstellt am
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