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Politik
12/05/2011

Anonymous in Österreich: Vorfälle

Von Cyber-Attacken auf Parteien und die GIS bis hin zu Datenlecks.

Der Österreich-Ableger von Anonymous trat erstmals am 1. Juli dieses Jahres in Aktion. AnonAustria griff die Homepage der FPÖ und SPÖ an. In den darauffolgenden Tagen war wiederholt das Logo von Anonymous statt der Webseiten der Parteien zu sehen. Als Beweis für den Hack veröffentlichte AnonAustria Namen, eMail- Adressen und Passwörter von Nutzern, die auf der SPÖ-Webseite registriert waren. Nur ein geringer Teil der Nutzer waren SPÖ-Funktionäre, weshalb viele Passwörter von Privatnutzern publik gemacht wurden. Auch von der FPÖ-Homepage wurden später Nutzerdaten veröffentlicht, aber ohne Passwörter.

GIS-Hack

Am 22. Juli wurden von der ORF-Gebührenstelle GIS die Daten von 200.000 Kunden aus einer Online-Datenbank entwendet. Mehr als 90.000 Datensätze enthielten auch die Kontonummern der ORF -Seher. Als Beweis wurden Daten von Kunden mit Polizei-eMail-Adressen veröffentlicht.

Datenleck

Am Montag stellte AnonAustria Namen und Privatadressen von 24.938 österreichischen Exekutiv-Beamten ins Netz. Die Daten wurden der Gruppe nach eigenen Angaben zugespielt - ein Hack war nicht nötig. Als Quelle des Lecks verdächtigt das Innenministerium den Polizei-Verein "International Police Association".

Einen Tag später will AnonAustria über eine Datei mit Daten von 600.000 Versicherten der Tiroler Gebietskrankenkasse "gestolpert" sein. Diese sei öffentlich im Web zu finden, wurde aber von AnonAustria nicht weiterverbreitet.

Am Donnerstag machte die Gruppe auf weitere Datenlecks aufmerksam. Diese enthielten keine brisanten Daten, waren aber ungeschützt auf Servern des Innenministeriums abgelegt. Zuletzt wurde ein Auszug aus dem eMail-Verkehr eines Polizisten veröffentlicht, der pornografische Spam-Nachrichten an Kollegen weitergeleitet hatte. Das Innenministerium untersucht, ob der Beamte dies bewusst gemacht hat oder der Porno-Spam-Betreiber seine eMail-Adresse missbraucht hat.

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