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Politik
08/03/2012

Angst vor Unwettern kehrt zurück

Keine Entwarnung in St. Lorenzen: Es regnet schon wieder. Schwere Unwetter zogen auch über den Salzburger Lungau.

Tag 13 nach der Unwetterkatastrophe um Trieben, doch die Situation hat sich nicht entspannt. Die Hänge um St. Lorenzen sind noch immer durchfeuchtet und es ist nicht klar, ob sie weiterem Starkregen standhalten.

Der Liezener Bezirkshauptmann Josef Dick hat deshalb bei Geologen und Experten der Wildbachverbauung ein neues Gutachten bestellt, um das Risiko einstufen zu können. Heute, Freitag, soll es vorliegen. Erst dann wird entschieden, wann die betroffenen 250 Menschen zurück in ihre Häuser dürfen. Erst müsse das gesamte Holz aus den Bächen entfernt und die Hangflanken stabil sein, sagt Dick. Günstig schaut es nicht aus: Donnerstagnachmittag begann es in St. Lorenzen wieder zu regnen, für die nächsten Tage ist keine Besserung in Sicht, heftiger Regen wird prognostiziert.

Neue Unwetter

"Es ist leider so, dass auch für dieses Gebiet wieder Unwetter erwartet werden", bedauert Alexander Podesser von der Zentralanstalt für Meteorologie.

Indes laufen Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen an, die Österreicher spenden viel. Allein bei der Caritas Steiermark sind 90.000 Euro an Hilfsgelder für St. Lorenzen eingelangt. Auch der KURIER hilft: Wie berichtet, unterstützt die Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer die Lorenzener Familie Gundi und Heinz Gabler, Tochter Ute und ihren Verlobten Armin Torggler mit neuen Fenstern und einer Eingangstür. "Jeder Regentropfen ist mit Angst verbunden", beschreibt Torggler die aktuelle Lage.

Zuspruch kommt Donnerstag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, ÖVP. "Ich hab’ es mir nicht nehmen lassen, hier im Katastrophengebiet auch allen Blaulichtorganisationen Danke für ihren Einsatz zu sagen." Ohne Bundesheer wäre die Katastrophe nicht zu bewältigen gewesen, bekräftigt Mikl-Leitner die ihre Linie gegen ein Berufsheer. "Die Situation hier zeigt ganz klar, die Wehrpflicht ist zum Schutz der Bevölkerung sehr wichtig."

Wanderer eingeschlossen

Ein heftiges Hagelgewitter zog Donnerstagnachmittag über den Salzburger Lungau. Eine große und zehn kleine Muren gingen im hinteren Göriachtal ab. Die Feuerwehr musste zum "Almhüttendorf" ausrücken. 20 Wanderer wurden dort durch eine hundert Meter lange und sechs Meter hohe Mure eingeschlossen, eine Person erlitt leichte Verletzungen. Eine Mure riss ein Auto mit, die Wageninsassen blieben aber unverletzt.

Katastrophenreferent Philip Santner eilte zum Einsatzort auf 1200 Metern. "Wir müssen die im Talschluss eingeschlossenen Wanderer jetzt mit Hilfe der Bergrettung sicher heraus bringen. Sie werden in den Hütten versorgt." Der Verletzte erlitt Abschürfungen, nachdem er ausgerutscht war. "Wir werden versuchen, ihn mit einem Hubschrauber auszufliegen", erklärt Santner.

Mit einem Polizeihubschrauber hat man das Gebiet rund um den Hochgolling und das Kasereck abgesucht. "Wir glauben, dass es keine Vermissten gibt", sagt Santner.

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