Politik
05.12.2011

Algerien: 36 Tote nach Anschlägen

Selbstmordattentäter sprengten sich während des Fastenbrechens in Kasernen in der Stadt Cherchell in die Luft.

Bei Anschlägen auf Kasernen in Algerien sind am heutigen Freitag mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Dies verlautete aus Sicherheitskreisen in Algier. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich in den Mlitärgebäuden in der Stadt Cherchell in die Luft gesprengt. In ersten Berichten war von vier Todesopfern die Rede gewesen. Die Anschläge ereigneten sich zum traditionellen Fastenbrechen (Iftar) nach Einbruch der Dunkelheit. Cherchell liegt 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Algier.

Militante Extremisten kämpfen seit mehr als zwei Jahrzehnten gegen die autoritäre Führung in Algerien. In dem nordafrikanischen Land operiert unter anderem die Terrorgruppe "Al Kaida des Islamischen Maghreb" (AQMI), die auch für die Entführung von westlichen Sahara-Touristen berüchtigt ist. Die Welle der Volksaufstände in der arabischen Welt ist bisher noch nicht auf Algerien übergeschwappt, während die Machthaber der Nachbarländer Tunesien und Libyen bereits gestürzt wurden.