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Politik
12/05/2011

Afghanistan: Ex-Präsident getötet

Bei einem Anschlag starb Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani. Offenbar hatte ein Taliban-Vertreter bei einem Treffen eine Bombe in seinem Turban versteckt.

Der Selbstmordattentäter schlug zu, als Rabbani gerade Friedensverhandlungen mit den Taliban führte: Die Explosion tötete den ehemaligen afghanischen Präsidenten. Auch vier weitere Menschen starben bei dem Anschlag.

Offenbar wurde Burhanuddin Rabbani Opfer einer Falle. Der landesweit bekannte und hoch angesehene Politiker sollte am Dienstag Verhandlungen mit zwei Vertretern der radikal-islamischen Taliban in seinem Haus nahe der US-Botschaft in Kabul führen. Der Sender BBC berichtet mit Verweis auf afghanische Behörden, dass einer der Vertreter eine Bombe in seinem Turban versteckt haben dürfte.

Burhanuddin Rabbani war in den 1990ern afghanischer Präsident. 1996 war er von den Taliban aus dem Präsidentenamt gejagt worden. Aktuell war Rabbani Chef des Hohen Friedensrates in Afghanistan, der mit den Taliban Verhandlungen führt.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Aufständische einen Großangriff auf das streng bewachte Diplomatenviertel in Kabul verübt, in dem auch Rabbanis Haus liegt. Bei dem rund 19 Stunden dauernden koordinierten Angriff in der Nähe der US-Botschaft in Kabul waren am Dienstag und Mittwoch mindestens 14 Afghanen, darunter drei Kinder, getötet worden.

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