olympia-news
08/07/2016

Starke Strömung verbesserte Wasserqualität im Segelrevier

Nach den letzten Wassertests in der Guanabara-Bucht von Rio de Janeiro haben die Organisatoren der Sommerspiele mitgeteilt, dass kein Gesundheitsrisiko mehr für die Segler bestehe. Die ungeklärten Abwässer und der im Meer treibende Müll sind nicht gänzlich verschwunden, jedoch spielt die aktuell starke Strömung scheinbar den Testern in die Karten. Dies bestätigten auch Österreichs Segler.

"Momentan ist eine sehr starke Strömung, die das Wasser von draußen hereinbringt, wir sind in der Flut momentan. Aber wenn das dann einmal umschwappt und es ein bisschen regnet, dann kann es jederzeit anders ausschauen", gab 470er-Steuermann Matthias Schmid zu bedenken. "Wenn die Strömungskanten so laufen, dass da viel Mist ist, schaut es auch anders aus."

Ganz am Ausgang der Guanabara-Bucht sei das Wasser immer am besten. "Weiter nach hinten rein in die Bucht darf man nicht schauen. Die Bucht ist ja größer als der Neusiedlersee", umriss Schmid die Dimensionen. "Es ist aber wirklich okay momentan, mit dem Müll ist es besser geworden", warf Vorschoter Florian Reichstädter ein.

"Das haben die Ärzte vergangenes Jahr auch gesagt", kommentierte 49er-Segler Nico Delle Karth die neu veröffentlichten Erkenntnisse über die Wasserqualität. "Wir waren einmal weit draußen segeln und hatten das erste Mal einen Wassergeschmack im Mund, der sich angefühlt hat wie Meer. Aber das ist sehr weit draußen, und da war es schon immer gut. Drinnen ist der Müll weniger geworden, aber immer noch nicht weg, ich hoffe, dass sie noch was tun."

Vor jedem Regattatag sollen die Segler die aktuellen Testergebnisse bekommen. Das ursprüngliche Ziel lautete 80 Prozent des Wassers in der Bucht zu behandeln und den Zufluss von ungeklärten Abwässern aus Haushalten, Fabriken und Krankenhäusern zu stoppen. Rund 50 Prozent des Vorhabens wurden erreicht. Als Rio de Janeiro den Zuschlag für Olympia bekam, waren nur 12 Prozent "gereinigt".

Die Segelbewerbe beginnen am Montag, die Österreicher sind ab Mittwoch im Einsatz. Den Auftakt machen die 470er-Damen Lara Vadlau/Jolanta Ogar und 470er-Herren Schmid/Reichstädter, sowie der Nacra 17 mit Thomas Zajac/Tanja Frank. Ab Freitag ist dann auch der 49er mit Nico Delle Karth/Niko Resch im Einsatz.

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