Opel Combo im Test: Praktischer Hochdachkombi

Opel Combo im Test: Praktischer Hochdachkombi
Es ist nicht ganz leicht Autos, die hauptsächlich praktisch sind, an die Familien des Landes zu bringen. Der Grund: Emotionen spielen zum Glück für viele beim Autokauf noch immer eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Im deutsch-französischen Dreiergestirn der Hochdachkombis spielt der Opel Combo eindeutig die Bratsche: Er gehört irgendwie auch dazu. Er gibt sozusagen den Konservativen, den Funktionalen. Er ist die solide Wahl im kürzlich neu gebildeten Konzern.

Wir wollen jetzt nicht sagen, dass seine Drillingsbrüder Peugeot Rifter und Citroën Berlingo optisch in die Kategorie der automobilen Don Juans, Zorros oder Thors gehören, aber sie sind optisch zumindest interessanter und verspielter. Im Innenraum sind die Unterschiede noch marginaler: Hätte der Peugeot nicht das iCockpit, wo man über den kleinen Lenkradkranz auf die Tachoeinheit blinzelt, bestünde ohne unterschiedliche Lenkräder und Markenlogos akute Verwechslungsgefahr.

Aber zurück zum Deutschen Vertreter: Von den Dreien erschien uns der Combo als leisester im Innenraum – und das ist viel wert, wenn man regelmäßig auf der Autobahn fährt. Wie überhaupt die Langstreckentauglichkeit erfreulich gut gegeben ist. Der 130-PS-Diesel  aus dem Hause Peugeot erfüllt – wie alle Motoren dieser Baureihe – die Abgasnorm Euro 6d-TEMP und passt sehr gut zum Familienlastesel. Die schwächeren Aggregate möchte man sich gar nicht erst vorstellen in Verbindung mit den 768 kg Zuladung, die möglich sind.

Opel Combo im Test: Praktischer Hochdachkombi

Aber wirklich wichtig ist in diesem Segment in erster Linie ohnehin nicht die Optik, sondern die Funktionalität: Die Hinterbänkler waren mit Schiebetüren, Aufklapptischen, Beschattung des Panoramadaches, Staufächern links, rechts, unten, oben und sowieso überall rundum zufrieden. Von der USB-Schnittstelle für die hintere Sitzreihe ganz zu schweigen.

Schnelle Sitzheizung

Aber auch vorne gibt es von einigen Pluspunkten zu berichten: Eine schnellere Sitzheizung bietet kaum ein anderer und wir könnten schwören, dass der Bordcomputer schneller startete als in den beiden Franzosen. Neben Rückfahrkamera, Tempomat, Smartphoneintegration und Head-Up-Display erfreuten auch die wirklich bequemen Sitze.

Opel Combo im Test: Praktischer Hochdachkombi

Wer unbedingt das Haar in der Suppe aufzeigen möchte könnte nun noch anführen, dass eine Automatikfunktion für das Sonnenrollo wünschenswert gewesen wäre. Das gilt übrigens für alle drei.

Für Familien, die keinen blechgewordenen Don Juan suchen, sondern einen praktischen, freundlichen Familientransporter, der neben Funktionalität und Unmengen an Platz auch noch einige nette Spezereien bietet, ist der Opel Combo ein optimaler Begleiter für den familiären Alltagswahnsinn. Auch wenn er bei den Nachbarn eher nicht für neidvolle Blicke sorgen wird.

Bei höherem Platzbedarf steht noch eine 7-Sitz-Version und eine  Variante mit langem Radstand  zur Wahl. Die  Preise  beginnen  bei € 21.000,–.  Für  den 130-PS-Diesel mit 6-Gang-Handschaltung werden mindestens € 24.900,– fällig.

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