DS No 8: Savoir-vivre im Luxus-SUV-Coupé
Zusammenfassung
- Der DS No 8 ist das neue elektrische Luxus-Flaggschiff von DS, das mit außergewöhnlichem Design und Komfortdetails wie Massagefunktion und edlen Materialien aufwartet.
- Das SUV-Coupé überzeugt mit leisem Antrieb, adaptivem Fahrwerk und hoher Reichweite von über 660 km in der Allradversion mit großem Akku.
- Als Dienstwagen von Präsident Macron unterstreicht der DS No 8 seinen Anspruch auf Exklusivität, der Einstiegspreis liegt bei unter 60.000 Euro.
Den entscheidenden Ritterschlag hat er schon erhalten. Was soll einem französischen Luxusauto Besseres widerfahren, als vom Staatspräsidenten zur Dienstkarosse auserkoren zu werden? Emmanuel Macron fährt also nunmehr DS No 8 (bzw. wird darin chauffiert). DS gehört zum großen Stellantis-Konzern und ist als Nobel-Ableger von Citroen in Erinnerung an den legendären Citroen DS ins Leben gerufen worden.
Der DS No 8 ist nunmehr das Flaggschiff der Marke und wenn man Schiff liest, fällt einem unweigerlich das Lenkrad des DS ein. Das erinnert mit der Anordnung der Speichen irgendwie an das Steuerrad eines Schiffs – das ist eine der vielen außergewöhnlichen Lösungen, die die Designer für ihr Luxusauto gefunden haben. Innen empfängt einen die Nummer acht mit einem gediegenen und luxuriösen Materialmix. Wie Zier- und Bedienelemente hier integriert und aufeinander abgestimmt wurden, ist schon große Handwerkskunst. Als Beispiel seien die aus Aluminium gefertigten Abdeckungen samt mit Laser gemachten Muster für die Lautsprecherboxen genannt.
Und eine Lichtleiste ist hier ebenso integriert. Ein hübsches Muster ziert auch die Mittelkonsole rund um den Wählhebel für die Fahrstufen (und hier holt den Kenner der Stellantis-Materie die Realität ein, denn dieser Hebel ist mittlerweile x-fach verbaut). Die Tasten für die Audio-Lautstärkenregelung sind ebenfalls hier verbaut, damit kann man leben – eleganter funktioniert es über die Tasten am Steuerrad, also Lenkrad.
Vielleicht ist manchen die eine oder andere eigenwillige Designlösung zu viel des Guten, man kann aber nicht behaupten, dass man sich nicht wohl und rundum verhätschelt fühlen würde im DS No 8. Dazu gehören auch (natürlich auch ausstattungsabhängig) Dinge wie Sitzheizung oder -kühlung, Nackenwärmer oder die über den Touchscreen abrufbaren Katzenpfoten - das ist eine Massagefunktion.
Das Platzangebot ist grundsätzlich gut, auch auf den hinteren Sitzen. Von einem Luxusauto dieses Zuschnitts hätten wir uns aber noch etwas mehr Platz hinten erwartet.
Wie fährt es sich im DS? Entspannt und komfortabel. Dazu tragen natürlich der leise Elektroantrieb und das feine Fahrwerk bei. DS setzt, um noch mehr Fahrkomfort zu schaffen, auf das Active Scan Suspension System, bei dem eine Kamera die Straße vor einem abscannt und die Wirkung der Stoßdämpfer entsprechend anpasst. Das funktioniert gut und als Fahrer bekommt man von den Bemühungen der cleveren Technik sowieso nichts mit. Man gleitet einfach dahin. Auch die Lenkung ist passend abgestimmt, exakt genug, aber nicht zu streng. Anfangs fragt man sich, wie bzw. wo man das Lenkrad am besten angreift. Jedenfalls könnte es noch einen Tick tiefer verstellbar sein (aber das ist eine Geschmackssache des Autors). Was noch gefällt, ist die Feinjustierung der Rekuperation entweder über Paddels oder man aktiviert per Knopfdruck einen One–Pedal-Modus.
Wir sind den DS No 8 als Allradversion mit 257 kW Leistung gefahren. Allrad ist vor allem im Winter eine gute Idee und mit der Motorleistung gibt’s jederzeit ausreichend Vortrieb - ohne, dass man einen Tritt ins Kreuz bekommt und man dann gleich die Katzenmassage braucht. Mit dem Allradler bekommt man den großen Akku mit 97,2 kWh (alternativ gibt es den DS auch mit 73 kWh, dann aber nur mit Frontantrieb). Die Reichweite gibt keinen Grund zur Klage. Der Allradler schafft laut WLTP über 660 km, da kommt keine Reichweitenangst auf. Laden geht an einem DC–Lader mit bis zu 160 kW, da können andere mittlerweile flotter Strom tanken.
Der von uns gefahrene DS No 8 mit Etoile-Ausstattung mit Long Range Akku und Allrad kostet 75.200 Euro. Das Basismodell gibt’s für unter 60.000 Euro.
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