Audi A6 Avant: Businessklasse für die Berge - aber bitte mit Dachbox

Auf Winterreise mit dem Audi A6 Avant quattro, einmal quer durch Österreich: Warum die Dachbox eine richtig gute Idee ist.
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Er gilt als die vornehme Business-Limousine der Ingolstädter, das Auto für Geschäftsleute. Mit der Avant-Variante (Kombi) kommt man mit dem Audi A6 eHybrid aber auch souverän ins ferngelegene Skigebiet – üppiges Reisegepäck inklusive. Diesen Einsatzfall haben wir getestet – und sind den A6 als Plug-in-Hybrid quattro gefahren.

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1 x tanken, 0 x laden

622 Kilometer sind es bis zum Skigebiet – Reisezeit 6:20 Stunden. Der Audi A6 Avant wurde dafür ordentlich vollgepackt: vier Personen mit Gepäck brauchen allerdings mehr als den Kombi-Kofferraum mit 404 Liter Volumen – die Batterie des PHEV braucht ihren Platz. Die Dachbox schluckt bei uns die gesamte Skiausrüstung und ein paar Taschen und entlastet Kofferraum und (sonst vollbepackte) Fußräume. Das ist auch gemeinhin die größte Kritik an der Plug-in-Version des A6: Der Kofferraum wird seiner Klasse und einem 5-Meter-Auto nicht gerecht.

Die Autoreise quer durch Österreich verläuft hingegen überaus bequem. Einmal tanken, kein Mal laden ist unsere Strategie. Dem PHEV ist auch geschuldet, dass der Benzintank überschaubar groß ist – wir schaffen die Strecke nicht ganz. Mühelos geht es über die Autobahnen Richtung Westen – leiser Innenraum, angenehmes Ambiente, cruisen de luxe. Die Assistenten erledigen ihre Arbeit, vor allem der adaptive Fahrassistent arbeitet hervorragend und lässt eine Entspannung auf der Langstrecke zu.

Quattro ist Tumpf

Im Bergland spielt der Avant quattro seinen für Österreich wichtigsten Trumpf aus: Allrad und Allrad-Lenkung machen ihn zum souveränen Serpentinen-Meister, perfekt in der Spur, auch bei Schnee und Nässe. Wir finden das Fahrverhalten überragend gut, die Lenkung präzise, die Bremsen hocheffektiv.

Auch optisch ist Audi beim A6 die feine Linie gelungen. Von vorne wirkt der Single-Frame-Grill geduckt, die Sportlichkeit betonend. Das will auch das Lichtdesign: Die Scheinwerfer sind schmal, wirken dynamisch; hinten sind die Rücklichter durch ein Leuchtenband verbunden. Im Inneren regieren die Displays – gleich drei –, wobei sich der Zweck für den Beifahrer-Bildschirm für uns nicht erschließt. Die Bedienung des Bordcomputers ist unkompliziert. Dass im Innenraum viel mehr Plastik verbaut wurde als beim Vorgänger-Modell, nimmt etwas an Flair. Nichtsdestotrotz ist der A6 ein idealer Langstreckenläufer, geschäftlich und sportlich zugleich.

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