Smart EQ: Erste Ausfahrt mit dem neuen Elektro-Smart

20c0016_034.jpg
Der Smart ist ab sofort nur mehr mit Elektroantrieb zu haben. Was er kann, haben wir uns bei ersten Testkilometern angesehen.

Man kann sagen, dass der Smart nun seine wahre Bestimmung gefunden hat. Nicolas Hayek, geistiger Vater des Swatch-Autos, aus dem der Smart wurde, wollte Anfang der 90er Jahre ein Auto auf die Straße bringen, das klein, elektrisch betrieben, bunt und preiswert sein sollte. Klein, bunt und leistbar waren die Smarts – nur das mit der Elektromobilität kam nur zögerlich in die Gänge (auch wenn ab 2007 auch E-Versionen der Smarts verfügbar waren).

Ab sofort ist alles anders. Der Smart fährt in Hinkunft nur mehr elektrisch. Die Technik entspricht dabei praktisch jener des bisherigen Elektro-Smart. Also eine Batterie mit 17,6 kWh Speicherkapazität und ein Elektromotor mit 60 kW (82 PS) Leistung. Neu ist hingegen der optische Auftritt des Smart. Cooler und minimalistischer sollte er sein, gleichzeitig weniger verspielt und erwachsener im Innenraum.

20c0017_001.jpg

20c0017_004.jpg

20c0017_017.jpg

20c0017_016.jpg

20c0017_020.jpg

20c0022_012.jpg

20c0022_063.jpg

20c0017_026.jpg

Die Lichter leuchten nun mit Hilfe von LEDs und der tiefer untergebrachte Kühlergrill sorgt nunmehr auch für eine Unterscheidung zwischen Fortwo und Forfour (von vorne betrachtet – von der Seite erkennt man den Unterschied zwischen Zwei- und Viertürer nach wie vor zweifelsfrei). Außerdem ist der Frontgrill nun in der Farbe des Fahrzeugs lackiert.

 

Das Cockpit empfängt uns in dunklen Farben samt einer Instrumententafel, die mit schwarzem Stoff überzogen ist. Eine Erinnerung an frechere Smart-Zeiten ist das aufgesetzte Rundinstrument, das nun Stromfluss und die Batterieladung in Prozent angibt.

20c0022_035.jpg

Noch eine Überraschung: Gestartet wird nicht über Knopfdruck, sondern mit dem guten alten Zündschlüssel. Positiv fällt auf, dass man mehr Ablagen für diversen Krimskrams geschaffen hat. Zentral über der Mittelkonsole thront der 8-Zoll-große Touchscreen. Dass bei Smart die Anbindung an gleichnamige Telefone machbar ist, versteht sich fast von selbst.

Beim Tritt aufs Gaspedal sprintet der Smart, wie man es von Elektroautos gewohnt ist, quicklebendig drauf los und der Ampelstart wird bald zur Lieblingsdisziplin. Für die Verzögerung nutzt der Smart eine radargestützte Rekuperation, die die Verzögerung an das vorausfahrende Auto anpasst. Das funktioniert eher sanft, mehr Verzögerung gibt es im Eco-Modus. Eine Abstufung durch den Fahrer, wie es bei anderen Fahrzeugen dabei ist, und somit ein One-Pedal-Feeling, wo man das Bremspedal praktisch nicht mehr nutzt, hat der Smart aber nicht.

20c0017_019.jpg

Smart EQ: Erste Ausfahrt mit dem neuen Elektro-Smart

20c0017_023.jpg

20c0017_027.jpg

20c0017_030.jpg

20c0017_024.jpg

20c0017_003.jpg

20c0017_006.jpg

Wie weit kommt man mit dem E-Smart? 133 Kilometer sind es nach dem WLTP-Zyklus – das ist nicht wirklich weit. Smart argumentiert so, dass der Smart EQ ein Auto für die City ist und kaum jemand mehr als 35 Kilometer am Tag fährt. Mit dem 22 kW Bordlader sind 80% der Batterieladung innerhalb von 40 Minuten (wenn dreiphasiges Laden möglich ist) möglich.

Bleibt noch die Frage nach dem Preis. Der Smart Fortwo kostet bei uns ab € 25.510,- (das ist leider mehr als doppelt soviel wie der letzte Smart mit Benziner), als Cabrio ab € 28.810,-, der Forfour kostet ab € 26.140,-.

Vereinfacht hat Smart auch das Konfigurieren des Autos, innerhalb von drei Klicks kommt man zu seinem Wunschfahrzeug.

Kommentare