Jetzt ist der neue Macan da: Porsches zweiter Elektrosportler

Jetzt ist der neue Macan da: Porsches zweiter Elektrosportler
Porsche bringt sein zweites Elektroauto auf den Markt: der E-Macan soll ein Bestseller werden, wie sein Vorgänger. Wir durften die Sportlichkeit des SUV schon erleben.

Die erste Fahrt auf der Teststrecke auf dem Werksgelände in Leipzig kostet einen Satz Reifen. Die Fahrer sind Profis, das Auto zum Zeitpunkt unserer Probe-Mitfahrt noch teilweise abgeklebt, das Cockpit verdeckt. 3,7 Kilometer lang wird beschleunigt, angebremst, die Kurve genommen und versucht, die Ideallinie zu halten. Es ist früh am Morgen, feuchte Fahrbahn, rauchende Reifen. Der Porsche Macan rutscht mehr als sonst. Zeigt bei dem Härtetest aber seine unheimliche Sportlichkeit.

Jetzt ist der neue Macan da: Porsches zweiter Elektrosportler

Diese Sportlichkeit ist dem neuen, vollelektrischen Porsche Macan in die DNA geschrieben. Bis zu 639 PS bringt das SUV auf die Straße. „Wir heben den Macan auf ein neues Niveau – mit einer außergewöhnlichen E-Performance“, sagte Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, im Rahmen der gestrigen Weltpremiere in Singapur. Der Macan soll überhaupt das sportlichste Modell in seinem Segment sein: dafür sorgen die permanenterregten Motoren an Vorder- und Hinterachse und das maximale Drehmoment von 1.130 Nm. Damit beschleunigt der Macan Turbo in 3,3 Sekunden auf 100 km/h. Höchstgeschwindigkeit: 260. Zudem kommt der Macan mit Allradantrieb, Hinterachslenkung und Luftfederung.

Jetzt ist der neue Macan da: Porsches zweiter Elektrosportler

Michael Mauer über: 

– Design:  „Porsche bleibt Porsche: die elektrischen Modelle unterscheiden sich nicht  von den Verbrenner-Sportwagen. Wir geben   unsere etablierte Porsche-Design-DNA nicht auf.“

– Trends:  „Eine Marke mit prägnanter Identität lebt auch davon, nicht jedem Trend hinterherzulaufen. Manchmal ist es die bessere Strategie, nicht immer mit allen Themen der Erste zu sein.“ 

– Innovation: „Die Balance zwischen „typisch Porsche“ und „innovativ“ zu finden, ist eine  schwierige Aufgabe. Das Design  stammt nie von einem einzelnen Designer.  Wir kombinieren bewusst  erfahrene Designer mit  jungen Wilden – daraus entstehen   spannende Ansätze. Insgesamt beschäftigen wir  200 Designmitarbeiter.“

Gebaut wird im Werk in Leipzig, auf der PPE-Plattform (mit Audi entwickelt) und auf der 800-Volt-Architektur. Auch Porsche produziert hier in Leipzig Verbrenner und Elektrofahrzeuge auf einer Linie. Beim E-Macan schöpfen die Elektromotoren ihre Energie aus einer 100-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Ladeleistung bis zu 270 kW und somit innerhalb von 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand. Die WLTP-Reichweite beträgt rund 600 Kilometer.

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Neues Cockpit

So einiges hat sich auch im Inneren getan. Das Macan-Cockpit verfügt jetzt über bis zu drei Bildschirme, Head-up-Display und Augmented Reality. Erstmals kann auch der Beifahrer auf einen eigenen Bildschirm schauen (Infos oder Videos). Das Infotainment nutzt neuerdings Android Automotive OS als Betriebssystem. Das ist schnell und präzise, vor allem aber erweiterbar, weil Apps jetzt auch im Auto funktionieren. Neu ist die Spracherkennung, sie reagiert auf „Hey Porsche“.

Seit 2014 hat Porsche weltweit mehr als 800.000 Macan ausgeliefert. Ein Bestseller soll auch der vollelektrische Nachfolger werden. Ausgeliefert wird in der zweiten Jahreshälfte, die Preise starten in Österreich bei 86.761 Euro (Macan 4), der Macan Turbo liegt bei 117.495 Euro.

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