Neuer Mercedes AMG GT: Weit mehr als ein SL mit Dach

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Der GT von AMG bleibt ein echter Sportwagen - mit kräftigen V8-Motoren

Es ist die zweite Generation des AMG GT, die die Schwaben nun vorstellen. Technisch teilt sich das Coupe seine Gene weitgehend mit dem Roadster AMG SL. Dennoch haben die Entwickler von AMG viel Aufwand betrieben, um den Wagen möglichst viel Eigenständigkeit zu verleihen. Die grundsätzlichen Proportionen übernimmt der AMG GT von der ersten Generation (dürfte den Kunden wohl so gefallen haben).

Ein tiefer nach unten gezogene und breiterer Kühlergrill, sowie anders geformte Frontscheinwerfer sorgen für Unterscheidung zum SL. Das Tagfahrlicht des GT kommt mit  charakteristischem drei „Light‑Dots“‑Lichtsignet.

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Viel Aufwand haben die Entwickler in Sachen Aerodynamik getrieben, um - wie es heißt - ein perfekt ausgewogenes Verhältnis zwischen geringem Luftwiderstand und reduziertem Auftrieb zu schaffen. Neben einem ausfahrbarem Heckspoiler, der ab 80 km/h fünf unterschiedliche Winkelstellungen einnehmen kann, gibt es auch ein aktives Aerodynamik-Element im Unterboden vor dem Motor. Es reagiert auf die Stellung der AMG Fahrprogramme und fährt bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h automatisch circa 40 Millimeter nach unten aus. Dadurch wird der sogenannte Venturi‑Effekt erzeugt, der den Wagen zusätzlich an die Fahrbahn saugt und den Auftrieb an der Vorderachse reduziert. Es handelt sich dabei um eine exklusive AMG Entwicklung und ist durch entsprechende Patente geschützt.

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Die Motoren kennt man freilich aus dem SL-Programm. Mercedes bietet den AMG GT als GT 63 4MATIC+ und als GT 55 4MATIC+ an. Bei beiden steckt ein 4,0-Liter-V8-Biturbomotor unter der Haube. Im 63 leistet der V8 585 PS, im 55 sind es 476 PS. Die Kraft wird stets über einen vollvariablen Allradantrieb auf die Straße gebracht, die Schaltarbeit übernimmt ein AMG SPEEDSHIFT MCT 9G Getriebe mit nasser Anfahrkupplung, die den Drehmomentwandler ersetzt.

>>Mehr zum Thema: Ausfahrt mit dem neuen Mercedes-AMG SL

Dazu kommen technische Hilfsmittel wie ACTIVE RIDE CONTROL Fahrwerk mit Wankstabilisierung,  elektronisch gesteuertes Hinterachs-Sperrdifferenzial und eine aktive Hinterachslenkung.

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Aus dem SL kennt man auch den hochformatig angeordneten, 11,9 Zoll großen Multimedia-Touchscreen. Das Infotainmentsystem bietet  AMG-spezifische Inhalte in fünf Anzeigestilen, darunter die Menüpunkte AMG Performance oder AMG Track Pace.

Grundsätzlich wird der AMG GT als Zweisitzer ausgeliefert, optional kann man auch ein 2+2-Sitzpaket bekommen, wobei die hinteren Sitze für Passagiere bis 1,50 Meter Körpergröße taugen.

Einen Preis hat Mercedes noch nicht genannt, er dürfte aber über dem des SL liegen.

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