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Von Kia bis Mercedes: Die spannendsten Messe-Neuheiten für 2026

Mazda CX-6e
Die Brussels Motor Show 2026 eröffnet das Autojahr in Europa. Zahlreiche Premieren sorgten am ersten Wochenende für Aufsehen.

Brüssel gilt als politische Hauptstadt Europas und wird zum Jahresbeginn für eine Woche auch zum Zentrum der Automobilindustrie: Während große Messen wie die IAA erst im Herbst stattfinden, nutzen viele Hersteller den frühen Termin der Brussels Motor Show 2026, um ihre Neuheiten zu enthüllen.

Die 102. Ausgabe der Automesse lockt die Branche vom 9. bis 18. Jänner 2026 in die Brussels Expo, wo Hersteller aus aller Welt Welt- und Europapremieren, Studien und neue Technologien präsentierten, die einen Ausblick auf die Mobilität der kommenden Jahre geben. Die Messe zählt zu den größten europäischen Automobilveranstaltungen und bietet bei rund 300.000 Besuchern einen breiten Überblick über aktuelle Trends und die neuesten Modelle.

Kia EV 2

Kia EV2: Neuer Stromer für Europa

Auf der Brussels Motor Show 2026 stand mit dem Kia EV2 ein neues, kompakt gebautes Elektro‑SUV im Mittelpunkt, das speziell für den europäischen Markt entwickelt wurde. Der EV2 gehört zur B‑Segment‑Kategorie und ist das bislang kleinste Modell in der vollelektrischen Palette von Kia, dessen Serienversion auf der E‑GMP‑Plattform basiert und zwei Batterievarianten bietet: eine mit 42,2 kWh und eine größere mit 61,0 kWh. Je nach gewählter Batterie sollen Reichweiten von 317 bis 448 Kilometern möglich sein. Die Architektur mit 400‑Volt‑Technik ermöglicht schnelles Laden, bei dem der Akku in etwa 30 Minuten gefüllt sein soll. Der Innenraum bietet variable Rücksitze und ein Gepäckvolumen von 403 Litern. Zur Ausstattung zählen eine Panorama‑Displaylösung für Instrumente und Infotainment sowie Funktionen wie bidirektionales Laden und Plug & Charge, die Komfort und Vernetzung erweitern sollen. Die Produktion des Modells ist für das erste Quartal 2026 in der Kia‑Fabrik in Žilina (Slowakei) geplant.

Hyundai Staria EV

Hyundai Staria EV: Erstmals vollelektrisch

Hyundai nutzte die Brussels Motor Show 2026, um sein bislang größtes Elektrofahrzeug vorzustellen, das auf der Staria-Plattform basiert. Die neue Variante erweitert das bestehende Angebot an Hyundai-EVs, das derzeit deutlich wächst, und setzt sowohl in puncto Fahrzeuggröße als auch bei der eingesetzten Technologie neue Akzente. Der Staria EV ist wie sein nicht-elektrischer Bruder als geräumiger Van ausgelegt und bietet ein großzügiges Interieur, das für Familien, Gewerbekunden oder Shuttle-Dienste geeignet sein soll. Das Fahrzeug verfügt über einen elektrischen Antrieb mit Hochvoltbatterie und eine 800-Volt-Ladetechnologie, die besonders schnelle Ladezeiten an geeigneten Schnellladestationen ermöglichen soll. Im Innenraum kommt ein zentrales Infotainment-Display, Head-up-Display und eine überarbeitete Instrumententafel zum Einsatz, die Bedienung und Informationsdarstellung vereinfachen sollen. Hyundai betont zudem die Integration moderner Assistenzsysteme für Komfort und Sicherheit, darunter Fahrerassistenzfunktionen und Vernetzungsmöglichkeiten für Smartphones und mobile Dienste.

Mercedes Benz GLB

Mercedes Benz GLB: Neuer Schnelllader aus Stuttgart

Auf der Brussels Motor Show 2026 präsentierte Mercedes‑Benz den neuen GLB, der ebenfalls umfassend überarbeitet wurde. Das kompakte SUV basiert auf der neuen Modularen Architektur (MMA), die sowohl rein elektrische Versionen als auch Mild‑Hybrid‑Antriebe ermöglichen und eine 800‑Volt‑Elektrik für schnelle Ladezeiten umfassen soll. Bei den Elektromodellen reichen die Akkukapazitäten bis 85 kWh. Mercedes gibt Reichweiten von bis zu rund 630 Kilometern an; an Schnellladesäulen sind Ladeleistungen bis zu 320 kW möglich. Im Innenraum steht optional ein großflächiges Superscreen‑Display zur Verfügung, das mehrere digitale Bildschirme in einer Einheit vereint und auf dem neuen MBUX‑System basiert. Die neue Generation ist länger und geräumiger als ihr Vorgänger und bietet Platz für bis zu sieben Personen. Darüber hinaus sind traditionelle und digitale Bedienelemente kombiniert, erweiterte Assistenzsysteme sollen Alltag und Sicherheit unterstützen.

Mazda CX-6e

Mazda CX-6e: Neues elektrisches Mittelklasse-SUV

Mazda zeigt mit dem CX-6e ein neues elektrisches Mittelklasse-SUV, das ab Sommer 2026 auf den europäischen Markt kommen soll. Der 4,85 Meter lange Stromer setzt auf eine Batterie mit 78 kWh Kapazität und einem E-Motor mit 258 PS, der Reichweiten von bis zu rund 484 Kilometern ermöglichen soll. Neben futuristischem Design bietet der CX-6e ein großes 26-Zoll-Zentraltouchscreen-Display, ein Head-up-Display anstelle klassischer Instrumente und digitale Außenspiegel im optionalen Paketsystem. Komfortfunktionen wie unterschiedliche Klima- und Fahrmodi, ein Waschstraßenprogramm oder ein spezielles Haustier-Programm im Stand gehören ebenfalls zur Ausstattung.

XPeng P7+

Xpeng P7+: Chinesische Zukunftsmusik

Der P7+ ist eine neue Elektro-Limousine des chinesischen Herstellers Xpeng, die für den europäischen Markt konzipiert wurde. Als längere und höher dimensionierte Variante der bisherigen P7-Baureihe misst der P7+ mehr als fünf Meter und verfügt über einen Radstand von drei Metern. Das Fahrzeug nutzt eine 800-Volt-Plattform mit Ladeleistungen von bis zu 446 kW. Außerdem sind mehrere Antriebsvarianten geplant, darunter Heckantrieb und Allrad. Die Beschleunigung der stärksten Version soll in etwa vier Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h geschehen. Im Innenraum kommen bis zu fünf Displays zum Einsatz, darunter ein zentrales Touchscreen-Element, ein Head-up-Display und ein Bildschirm für die Fondpassagiere. Assistenzfunktionen lassen sich teils per Smartphone steuern. Für den europäischen Markt soll der P7+ ab April 2026 bestellbar sein, mit Preisen ab etwa 46.600 Euro.

Polestar 5

Polestar 5: Der elektrische Gran Turismo

Der Polestar 5 wurde bereits im Vorfeld der Messe offiziell vorgestellt. In Brüssel wurde das neue Aushängeschild der Volvo-Tochter erneut als große elektrische Gran-Turismo-Limousine der Marke gezeigt. Technisch handelt es sich um ein reines Elektroauto mit diversen Antriebsvarianten und einer neuen, speziell entwickelten Plattform. Im Mittelpunkt stehen hohe Systemleistung, große Batteriekapazität und entsprechend kurze Ladezeiten an Schnellladesäulen. Im Innenraum dominieren ein Polestar-typisch reduziertes Bedienkonzept mit großem Zentralbildschirm.

Toyota Hilux 2026

Toyota Hilux: Unkaputtbar, auch als Stromer?

Der Toyota Hilux zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und robustesten Pick-ups weltweit und wurde in Brüssel in seiner neuen, neunten Elektro-Generation erneut dem Publikum gezeigt. Das Modell baut auf dem Ruf des Hilux als belastbares Nutzfahrzeug auf, führt die Baureihe aber erstmals in die elektrifizierte Zukunft. Neben klassischen Antriebsvarianten ist erstmals auch eine vollelektrische Version vorgesehen. Optisch bleibt die neue Generation dem kantigen Erscheinungsbild treu, erhält jedoch modernisierte Frontpartien und einen technisch aufgewerteten Innenraum. Der Fokus liegt weiterhin auf Alltagstauglichkeit, Zug- und Nutzlast sowie verbesserter Effizienz, ergänzt um zeitgemäße Assistenzsysteme und vernetzte Fahrzeugfunktionen.

Peugeot 408

Peugeot 408: Die aufgefrischte Limousine

Peugeot nutzte die Brussels Motor Show 2026, um die überarbeitete Version des 408 vorzustellen, der als Fastback-Limousine und Schlüsselmodell der Marke gilt. Die jüngste Ausführung kommt mit einem ausgeprägteren, ausdrucksstärkerem Design daher, bei dem erstmals sowohl das beleuchtete Markenemblem an der Front als auch ein beleuchteter Marken-Schriftzug am Heck zum Einsatz kommen. Der 408 wird in mehreren Antriebsvarianten angeboten, darunter vollelektrisch, Plug-in-Hybrid und 48-Volt-Mildhybrid. Für die elektrische Variante sind unter anderem Funktionen wie Batterie-Vorkonditionierung, Vehicle-to-Load-Fähigkeit und Plug & Charge geplant.

Leapmotor B03X

Leapmotor B03X: China-SUV startet in Europa

Der B03X ist ein kompakter Elektro‑SUV des chinesischen Herstellers Leapmotor, der auf der Brussels Motor Show 2026 vor Publikum präsentiert wurde. Das Fahrzeug misst rund 4,20 Meter in der Länge und basiert auf einer modularen Elektroplattform, die ausschließlich batterieelektrische Antriebe vorsieht. Zur erwarteten Leistung gehören etwa 160 PS und eine Reichweite von 400 Kilometern. Charakteristisch für den B03X sind ein rundes Außendesign mit modernen LED‑Lichtsignaturen sowie ein großzügiger Radstand von etwa 2,60 Metern, der auf einen geräumigen Innenraum schließen lässt. Die Ausstattung soll Assistenzsysteme für Fahrkomfort und Sicherheit umfassen und ein digitalisiertes Cockpit mit großformatigem Display vorsehen.

Citroen ELO Concept

Citroën ELO Concept: Raum neu gedacht

Auf dem Stand von Stellantis gehört das Citroën ELO Concept zu den Blickfängen. Dieses Konzeptfahrzeug interpretiert den Innenraum neu und konzentriert sich auf flexible Nutzungsmöglichkeiten bei reduzierter und ungewöhnlicher Fahrzeuggröße. Der ELO zeigt laut Hersteller, wie künftige Mobilitätslösungen aussehen könnten, die sich an Lebensstil und Alltag anpassen lassen: Von Transportlösungen bis hin zu wohnähnlichen Raumerlebnissen.

Opel Astra 2026

Opel Astra: Überarbeitete Kompaktklasse

Ebenfalls auf dem Stellantis-Stand zu sehen ist der neue Opel Astra, der mit einem umfassenden Facelift als Weltpremiere gezeigt wird. Der Kompaktwagen wurde optisch und technisch aktualisiert und trägt laut Hersteller eine überarbeitete Formensprache sowie moderne Antriebstechnik. Erhältlich soll der Kompaktwagen mit klassischem als auch Hybrid-Antrieb sein. Außerdem ist wie bei der Vorgänger-Generation eine Variante als familientauglicher Sportstourer geplant.

Mercedes CLA

Mercedes CLA ist das "Car of the Year 2026"

Am Rande der Messe wurde der Mercedes-Benz CLA als European Car of the Year 2026 ausgezeichnet. Das Modell setzte sich in einer Juryabstimmung durch, bei der 59 Fachjournalisten aus 23 europäischen Ländern beteiligt waren, und erhielt mit 320 Punkten den höchsten Wert. Damit verwies der CLA andere Finalisten wie den Skoda Elroq und den Kia EV4 auf die Plätze. Für Mercedes ist dies der ersten Sieg bei diesem renommierten Titel seit 1974.

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