Vespa Elettrica im Test: 70 ist das neue 53

Vespa Elettrica im Test: 70 ist das neue 53
Was kann die nunmehr flottere Elektro-Vespa?

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass wir die Vespa Elettrica erstmals in unserem Test-Fuhrpark hatten. Resümee damals: Eh super, aber ...

Das Aber bezog sich auf die erzielbare Höchstgeschwindigkeit, die bei der stärkeren Variante bei 53 km/h endete. Während das beim Herumwuseln in der City herzlich egal war, so wurde man auf den Ausfallstraßen von Wien, wo Tempo 70 erlaubt ist, zum Verkehrshindernis.

Jetzt haben die Italiener nachgebessert. An der Leistung des Elektromotors ändert sich praktisch nichts, der leistet 3,6 kW mit einer kurzfristig abrufbaren Spitze von 4 kW. Damit ist die E-Vespa ein Äquivalent zu den 125er-Mopeds.

Vespa Elettrica im Test: 70 ist das neue 53

70 Sachen

Wie geht die Elettrica jetzt? Aus dem Stand beschleunigt der Roller flott, hinterlässt aber keine schwarzen Striche auf dem Asphalt. Bis 50 km/h beschleunigt der Roller aber zügig, um auf die versprochenen 70 zu kommen, braucht es dann etwas länger – aber sie werden erreicht. Und so kurvt man mit der Vespa vergnüglich durch die City und genießt die Vorzüge des quirligen Rollers. Wie man einen Roller für die Stadt baut, weiß man in Italien – da spielt es keine Rolle, ob das Ding einen knatternden Verbrenner oder einen lautlosen Elektroantrieb hat.

Vespa Elettrica im Test: 70 ist das neue 53

Die Bedienung ist im Prinzip einfach: Wählhebel für den Fahrmodus drücken, warten bis der jeweilige Modus drin ist und losfahren. Drei Modi hat die Elettrica: Power, Retour und Eco. In Letzterem erreicht man die maximale Reichweite von 100 Kilometer. Allerdings fährt die Vespa dann nur bis 45 km/h schnell. Normalerweise wird man also den Power-Modus nutzen und dann hat man eine Reichweite von 70 Kilometer und das ist für die Stadt mehr als ausreichend.

Das Ladekabel zieht man aus einer Halterung unter der Sitzbank hervor. Man kann während des Ladevorgangs die Sitzbank auch wieder schließen und das Ding absperren. Unter der Sitzbank findet sich auch eine Ablage für den Helm (wobei sich ein Integralhelm knapp nicht ausgeht).

Vespa Elettrica im Test: 70 ist das neue 53

In Sachen Konnektivität ist die Vespa voll auf der Höhe der Zeit – man kann das Ding via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden oder mit der Sprechvorrichtung in einem Helm zum Telefonieren.

Billig ist die Vespa nicht. 7.890 € kostet die Elettrica 70. Aber es werden hier ein Importeursbeitrag und die (nunmehr erhöhte) E-Förderung abgezogen, wodurch man nun auf deutlich unter 7.000 Euro kommt.

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