Relativ überschaubar ist die kalifornische Automesse LA Auto-Show. Zwei Hallen sind mit den bekannten internationalen und amerikanischen Automarken gefüllt. Was es hier zu sehen gibt: den amerikanischen Widerspruch. Zum einen die Liebe für große, schwere Autos mit kräftigen Benzin- und Dieselmaschinen. Zum anderen die Absicht, auch an die Umwelt zu denken. Es gibt von vielen Anbietern eine elektrische Version der Fahrzeuge. Auch zahlreiche Weltpremieren sind hier zu sehen, u.a. von Porsche und Kia.
Die Amerikaner können nicht ohne Pick-up: Die Marke von Edison Future ist 17 Jahre alt, seit 2007 wollte man den Pick-up auf den Markt bringen. Nicht geglückt so weit, aber jetzt kommt der Edison Future EF-1. Mit Solar-Dach und Solar-Paneele, ein E-Fahrzeug, das den Stecker und die Sonne nützt. 25 bis 30 Kilometer am Tag kann man über die Sonne laden. Vor allem in Kalifornien ein großes Thema. 2025 ist der Launch. 6 Meter lang, 2,2 Tonne schwer.
Auch Fiat ist auf der Messe vertreten, den 500er in der größeren X-Variante sieht man sogar relativ häufig auf den Straßen von Los Angeles. Auf der Messe gibt es ein Sondermodell Yacht Club Capri, um 32.545 Dollar.
Jeep auf der LA Autoshow: mit dem Wrangler 4xe zeigt man, dass auch ein amerikanischer Klassiker elektrisch funktioniert. Ab 55.225 Dollar am US-Markt.
RAM Trx mit über 700 PS stark, sehr groß und eine Macht auf amerikanischen Straßen. Ein Pick-up, der nur hierher passt und auf europäischen Straßen überdimensioniert wäre. Basis-Version mit Standard-Features startet ab 70.000 Dollar.
F-100 Eluminator EV Concept, ein Truck, der an die Version von 1978 anschließt und jetzt auch vollelektronisch ist. Sieht aber immer noch aus wie damals.
Russel Wager, Vice President von Kia America launcht den Kia Sportage HEV, einen Hybrid, mit 226 PS, modernem Design, sportlich und groß: 7,1 Inches größer als das letzte Modell. Markant sind die Lichter, die wie ein K aussehen. „Das Auto wird mit seiner Ausstattung neue Standard setzen“, ist Wager überzeugt.
Mit dem EV6 startet Kia mit vollem Elan in die Elektro-Zukunft. Jedes Jahr soll ein neues Elektroauto auf den Markt kommen. Eine Partnerschaft mit Ocean Clean-up will den Fokus auf Nachhaltigkeit noch stärker legen. Das aus den Meeren gesammelte Plastik wird in die Autos verarbeitet.
EV9 ist das neue Konzeptcar, das hier Premiere feiert. Sehr modern, sehr futuristisch. Eckig und markant. Der erste elektrische SUV von Kia. Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in 20 Minuten. Ein Solar-Paneel lädt die Batterie zusätzlich. Das Dach ist gläsern. Reichweite: über 480 Kilometer.
Im Inneren wirkt es wie ein Wohnmobil: flauschig, hell, wie ein Wohnzimmer mit viel Raum. Wann, ob und in welcher Weise dieses Auto jemals auf den Markt kommt weiß man nicht genau.
Ein US-Klassiker unter den Automarken ist Lincoln. Das neuen Flaggschiff, riesengroß und sehr luxuriös, heißt Navigator und kommt Anfang 2022 auf den US-Markt.
Fisker ist eine kalifornische Marke und zeigt erstmals seinen Ocean. Die ersten Autos sollen Ende 2022 auf den Markt kommen und verkörpern den sauberen kalifornischen Traum. Designed in Manhattan Beach ist das neue Auto vollelektrisch, mit Solar-Komponenten und viel verbauter Nachhaltigkeit.
Spannend ist, dass der Fisker Ocean eine Plattform von Magna Steyr nützt, die Produktion in Graz soll bald anlaufen. Preislich ist der Fisker Ocean erschwinglich: ab 35.000 Euro soll er zu haben sein.
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