Meinung
02/01/2020

Unter sich

Wie ist das, wenn man täglich in die Arbeit geht und dort die oder der Einzige ist? Wir haben nachgefragt und spannende Geschichten erfahren.

von Sandra Baierl

Stammtisch-Treffen oder Kaffeehaus-Runden haben ihren besonderen Reiz: die Männer oder Frauen bleiben unter ihresgleichen, es ist ein Ausflug in eine eindimensionale Welt. Da ist die Stimmung anders, die Sprache eigen, die Themen sind solche, die man in gemischten Runden weniger oder gar nicht bespricht. Wenn Frauen Frauen treffen oder Männer Männer, dann ist das eine exklusive Angelegenheit. Das andere Geschlecht bleibt draußen, und meistens ist das auch besser so.

Das echte Leben sind solche Exklusiv-Treffen allerdings nicht. Im echten Leben gibt es Diversität – und auch das ist gut so. Wissenschaftlich ist längst belegt, dass bunte Teams – Frauen und Männer, Junge und Alte, Kreative und Buchhalter, Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen – die besten Ergebnisse im Arbeitsprozess erzielen. Auch wenn der Weg zum Ergebnis meist kontroversieller ist.

Aufpassen, dass aus Einzigen nicht die Letzten werden

Wie ist das aber, wenn man täglich in die Arbeit geht und dort die oder der Einzige ist? Die einzige Frau in einem Männerteam, der einzige Mann in einer Frauendomäne, der Einzige, weil einer der letzten seiner Zunft und der einzige Ältere unter so vielen Jungen in der Gründerszene?

Wir haben für die Titelgeschichte dieser JOB&BUSINESS-Ausgabe „Einzige“ zum Interview gebeten. Ihre Berichte sind spannend: als Minderheit sind sie natürlich sehr besonders, was ein paar Vorteile und mindestens ebenso viele Nachteile bringt.

Dass man sich als Einzige/r seinen Platz erst erkämpfen muss, sozusagen Pionierarbeit leistet und damit auch ein Feld für Nachkommende ebnet, davon erzählt die Druckerin genauso wie der Tagesvater. Und der 79-jährige Jungunternehmer hofft, ebenso wie der einzige Drehorgelbauer, dass es irgendwann auch Nachfolger geben wird. Damit aus den Einzigen nicht die Letzten werden.

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