Angriff auf radarbox (Symbolbild)

© Foschum Markus

Mein Freitag
06/24/2021

Ein Blitzer in Schneizlreuth, zehn Euro Strafe und die lebensmüden Raser

Warum das schärfere Vorgehen gegen unbelehrbare Schnellfahrer so wichtig ist.

von Johannes Weichhart

Motzenstammtisch. Die Gemeinde Schneizlreuth liegt im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. 1911 wurde in Schneizlreuth die Pferdepost vom Postauto abgelöst, und es gibt einen Motzenstammtisch, der „nach einem freundschaftlichen Fußballspiel zwischen den Stammtischen des Gasthofes Melleck („Lokomotive Melleck“) und dem Gasthof Motzenwirt entstanden ist“. Der bekannteste Sohn des Ortes ist Skispringer Andreas Wellinger, der immerhin zu Olympiagold hüpfte.

Radarbox. Außerdem verfügt Schneizlreuth über eine Radarbox, die mir Post einbrachte. Der Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern teilte mir mit, dass ich im Ortsgebiet um 9 km/h zu schnell unterwegs gewesen sein soll. Als Zeuge wird ein gewisser Herr F. angeführt. Ich nehme an, dass es sich dabei um jenen Beamten handelt, der sich den ganzen Tag durch Raserfotos klicken muss.

Bürokratischer Aufwand. Interessant ist die Strafhöhe, die mich mein Verstoß gegen die StVO kostet: Sie beträgt zehn Euro. Ich gehe einmal davon aus, dass der bürokratische Aufwand in diesem Fall größer war, als die Strafe selbst.

Verstehen Sie mich nicht falsch, aber ich hätte auch mehr bezahlt. Denn ich bin der Meinung, dass Schnellfahrer ruhig zur Kasse gebeten werden sollen. Zehn Euro werden mir da eher keine Lehre sein.

Dass die Regierung nun jene ins Visier nimmt, die die Straße mit einer Rennbahn verwechseln, finde ich sehr gut. Wer sich illegale Rennen liefert, dem droht nicht nur ein sechsmonatiger Führerscheinentzug, sondern auch die Beschlagnahmung des Autos. 5.000 Euro Geldbuße in Extremfällen sind ebenfalls gerecht. Schließlich geht es um Menschenleben. Da kann man von keinem Kavaliersdelikt sprechen.

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