über dem Imperial-Deal
02/23/2016

70 Millionen

von Julia Pfligl

Ob die Suiten im Imperial bald renoviert werden, dürfte die Lebensqualität des Durchschnittswieners aber eher marginal beeinflussen.

Julia Pfligl | über dem Imperial-Deal

Was macht ein arabischer Scheich, wenn ihm sein Hotelzimmer gefällt? Seit der Vorwoche wissen wir: Er kauft das ganze Haus. (So ein bisserl Trinkgeld auf dem Nachtkastl zu hinterlassen ist ja wirklich was für Anfänger.) Das Imperial war einem gewissen Al Habtoor aus Dubai, begeisterter Stammgast im Fünf-Sterne-Haus am Ring, siebzig Millionen Euro wert. Siebzig. Millionen. Euro.

Nun ist es ja durchaus schmeichelhaft, dass Herr Habtoor sein Vermögen in unsere Stadt investieren möchte – ob die Suiten im Imperial bald renoviert werden (eine Bedingung des Deals), dürfte die Lebensqualität des Durchschnittswieners aber eher marginal beeinflussen. Im Gegensatz zu den vielen anderen Dingen, die der Neo-Hotelbesitzer mit seinen Millionen hätte anstellen können: etwa den Schwedenplatz untertunneln, begrünen und somit endlich zu einem Ort machen, wo man sich gerne aufhält. Die Rotenturmstraße zur Fußgängerzone umfunktionieren. Einen Tag lang jeden einzelnen Augustin kaufen. Die Gruft ausbauen, damit noch weniger Menschen frieren und hungern müssen. Menschenwürdige Unterkünfte für alle Flüchtlinge finden/errichten. Oder einfach nur die Öffis klimatisieren. Ja, Hättiwari-Szenarien sind müßig. Andererseits: Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

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