über die Ablehnung der Bürger
10/02/2014

Olympia? Nein, danke!

Der olympische Traum findet in westlichen Demokratien keine Mehrheit mehr

| über die Ablehnung der Bürger

Dabei sein ist nicht mehr alles. Zumindest wenn es um die Bühne für die olympische Idee geht, verflüchtigt sich der Kerngedanke allmählich.

Der olympische Traum findet in westlichen Demokratien keine Mehrheit mehr. Der Rückzug der Norweger im Bieterverfahren um die Gunst des Internationalen Olympischen Comités ( IOC) ist kein Signal, es ist ein Trend – und zwar ein nicht ausschließlich negativer.

Es muss einer Gesellschaft hoch angerechnet werden, dass sie mitreden darf und will, wenn es nicht bloß um ihr Steuergeld geht, sondern auch um ihren Lebensraum. Geld ist flüchtig, eine Bobbahn und eine Skisprung-Schanze haben Bestand. In Oslo, München oder St. Moritz haben die Bürger ihre Ablehnung unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Ebenso unmissverständlich ist freilich auch, dass sich das jeweilige Votum nicht gegen den Sport oder Olympia im Speziellen richtet, sondern einzig gegen die Machenschaften, die so ein sportpolitisches Monstrum mit sich bringt.

Organisationen wie das IOC rechtfertigen sich derweil gern mit einem reibungslosen Ablauf des Spektakels. Doch wer Austragungsorte, und mitunter gar ganze Länder, für mehr als zwei Wochen vereinnahmt, wer in diesem Zeitraum schon mal Gesetze außer Kraft setzen lässt, der muss mehr anbieten können als eine perfekte Organisation; der muss unangenehme Fragen nicht nur zulassen, sondern auch beantworten.

Erst dann ist man wieder ein gern gesehener Gast.

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