MEDIENTERMIN ÖBB "START FÜR DEN NEUEN NIGHTJET NACH AMSTERDAM": GEWESSLER

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Meinung
09/30/2021

Die Stunde der Leonore Gewessler

Das österreichweite Klimaticket ist auf Schiene. Ministerin Leonore Gewessler hat damit etwas geschafft, woran ihre Vorgänger gescheitert sind.

von Martin Gebhart

Die Ministerin mit drei Landeshauptleuten im Palais NÖ in Wien. Das kann schon etwas, vor allem für Verkehrsministerin Leonore Gewessler. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, dass es für Österreich ein billiges Jahresticket für den kompletten Öffentlichen Verkehr geben soll. Und das hat sie geschafft. Künftig kann man um 1.095 Euro ein Jahr lang unterwegs sein. Das ist eine enorme Verbilligung.

Gewessler hat den langen Atem gehabt, dies durchzusetzen, obwohl ihr zu Beginn einige prophezeit hatten, dass sie an den Ländern scheitern wird. Da hat man sie schwer unterschätzt. Nicht einmal der aktuelle Konflikt um die gestoppten Straßenbauprojekte konnte den Zug in Richtung Klimaticket zum Entgleisen bringen.

Natürlich ist die Kritik berechtigt, dass ihr ursprünglicher Plan von einem 1-2-3-Ticket nicht aufgegangen ist. Das Ziel des Dreier-Schrittes, dass ein Jahresticket pro Bundesland 365 Euro im Jahr, für zwei Bundesländer 730 Euro und österreichweit dann 1.095 Euro kosten soll, ist nicht aufgegangen. Die Bundesländer haben ihre eigenen Preise für Jahrestickets entwickelt, in der Ostregion gibt es sogar einen gemeinsamen für Niederösterreich und das Burgenland. Aber diesen Schönheitsfehler kann Gewessler leicht verschmerzen, weil sie ja das österreichweite Klimaticket geschafft hat.

Somit wird der Öffentliche Verkehr ab dem 26. Oktober um einiges billiger. Dieses Thema kann Leonore Gewessler vorerst einmal abhaken. Noch nicht gelöst ist, dass der Öffentliche Verkehr so ausgebaut wird, dass das billige Klimaticket letztlich die Ballungsräume bevorzugt, weil in manchen ländlichen Regionen das notwendige Angebot fehlt.

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