Meinung
09/12/2020

Einen Schritt weiter gehen

Spätestens mit September wurde klar: Das neue Arbeiten wird bleiben. Höchste Zeit, um vom Notbetrieb auf produktive Normalität umzustellen.

von Sandra Baierl

Jetzt ist die Herbstsaison da und das Virus immer noch nicht fort. Im Juni konnte man, mit viel Optimismus, noch auf einen halbwegs normalen September hoffen, im Juli war das Bangen schon unrealistischer und seit August wissen wir: dieses Virus ist gekommen, um zu bleiben. Zumindest vorerst und zumindest noch eine längere Weile. Von "Normal“ kann bis auf Weiteres keine Rede sein.

Die beruflichen Implikationen daraus sind groß – und auch hier müssen Unternehmen erkennen: Die Turbo-Digitalisierung und Homeoffice waren Maßnahmen in der Not – und werden im Büro-Firmenalltag nach und nach zur fixen Einrichtung. Das hat weitreichende Folgen auf Leben, Lebensstil und die gesamte Wirtschaft. Das Virus wälzt die Immobilienmärkte um, den Handel und die Stadtplanung. Es wirft Geschäftsmodelle über den Haufen (zum Beispiel das Fitnesscenter im Büropark) und lässt neue entstehen (zum Beispiel Co-Working-Spaces auf dem Land).

Und die Unternehmen selbst? Sie kämpfen mit der neuen, agilen Kultur, die sie im Eiltempo etablieren mussten; sie erkennen, wie weit weg Mitarbeiter sind, wenn man sie nicht mehr regelmäßig um sich hat; sie müssen sich neue Formen der Zusammenarbeit überlegen, wenn es im Großraumbüro auf absehbare Zeit nicht mehr klappt.

Die zentrale Frage dabei: Wie schafft man eine neue Produktivität, ein gemeinsames Voranschreiten? Im "Notbetrieb“ den Status quo erhalten war die eine Sache. Das hat in den Monaten ab März dieses Jahres ganz gut funktioniert. Aber jetzt die Geschäftsfelder weiterentwickeln, die Extra-Meile gehen, einen neuen Aufschwung finden, das ist die andere, viel schwierigere Sache. Gefordert sind alle Mitarbeiter: Wer auch vom Homeoffice aus nicht (weiterhin) kräftig am Firmenstrang zieht, schafft sich letztlich selbst ab.

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