Meinung
11/02/2019

Aufs Leben!

Über Wertigkeiten im Leben, über das wirklich Wichtige – und ein Abschied aus den eigenen Reihen.

von Sandra Baierl

Diese Tage passen nicht in die Spaßgesellschaft. Und diese Jobs auch nicht. Berufe, die mit Leid und Tod zu tun haben, führen kaum eine Berufs-Wunschliste an. Wobei: Arzt wollen dann doch viele junge Menschen werden (16.443 Bewerber in diesem Jahr), und da ist das Leben und folglich auch der Tod ein Teil der täglichen Arbeit.

Wie ist das also, wenn man täglich mit dem Tod konfrontiert wird, mit Bestattung und dem letzten Weg auf dem Friedhof? Wir haben dazu in dieser Ausgabe mit zwei Grabredner gesprochen. Beide sind Schauspieler, beide machen die letzte Rede zu ihrem Beruf, und für beide ist die Beschäftigung mit dem Tod etwas, das im Leben hilft. Weil es Wertigkeiten zurechtrückt, weil es zeigt, was wirklich zählt im Leben.

Nicht die große Karriere und auch nicht das große Geld, sondern einzig die Liebe bleibt. Als Spuren, die wir in dieser Welt und in den Herzen der Angehörigen hinterlassen. Das Gespräch hat auf dem Hietzinger Friedhof bzw. im nahe gelegenen Gasthaus stattgefunden. Sehr stimmig, mit Friedhofsmusik im Hintergrund – und eigentlich gar nicht so traurig. Lesen Sie selbst, ab Seite sechs.

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Und weil Abschiede zum Leben dazu gehören: Mit dieser Ausgabe wünschen wir unserer langjährigen Mitarbeiterin und meiner Stellvertreterin Magdalena Vachova alles Gute für ihre Zeit nach dem KURIER.

Sie hat JOB & BUSINESS (früher: die Karrieren) in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet, hat tolle Geschichten gemacht und war immer eine wichtige (und die netteste!) Säule dieser Redaktion.

Jetzt ist der Wunsch nach Veränderung und neuen Erfahrungen größer geworden. Keine leichte Entscheidung, das Gewohnte zu verlassen und sich neu zu positionieren. Womit sich auch das JOB-Team neu aufstellt – mehr dazu im Dezember.