Meinung
26.02.2015

Alle Register

Acht Monate Wahlkampf in Wien. Der Bürgermeister hat mit der Verteilung seiner Wahlzuckerln begonnen.

Der Bürgermeister hat mit der Verteilung seiner Wahlzuckerln begonnen

Michael Jäger | über den Wahlkampf in Wien

Michael Häupl hat sich für seine letzte Wahl etwas vorgenommen. Sein Wahlkampf soll nicht so farb- und erfolglos wie 2010 sein. Damals war Häupls Ruf nach einer Abstimmung über das Bundesheer der größte Heuler. Die Absolute ging verloren, später auch die Heeres-Volksbefragung.

Jetzt will der Bürgermeister gewinnen. Er gibt sich kämpferisch wie lange nicht und stemmt sich mit seiner ganzen politischen Routine gegen matte Umfragewerte. Ja, er will das Unmögliche schaffen: Die absolute Mehrheit bleibt das Ziel.

Daher zieht Häupl alle Register und holt bewährte Erfolgsrezepte seiner Partei aus der Versenkung. Keine Gebührenerhöhungen in den kommenden zwei Jahren, der Bau neuer Gemeindewohnungen, das war erst der Anfang. Klar, dieser Wahlkampf kann teuer werden, auch für den Steuerzahler. Spannender als 2010 wird er in jedem Fall sein.