Sommerlicher Genuss von Eis: Wie man Qualität an der Farbe erkennt

Bunte Eiskugeln in Waffeln
Mit den Tipps der Wiener Eismacher können auch Nicht-Profis hochwertiges Gelato erkennen

Rund 64 Kugeln Eis konsumiert der durchschnittliche Österreicher im Jahr. Neben den Klassikern Schokolade, Vanille und Erdbeere gibt es inzwischen unzählige, teilweise skurile Geschmacksrichtungen für Gelatos und Sorbets. Doch nicht nur die Auswahl, sondern auch die Qualität variiert stark. Die Wiener Eismacher Giorgio und Lisa Leone erklären, wie man als Konsument Massenware und minderwertige Qualität erkennen kann.

Das ist gutes Gelato

Ein frisches, qualitativ hochwertiges Eis machen laut Lisa und Georgio Leone hochwertige, frische Zutaten und eine liebevolle Zubereitung aus. So handhaben es die Leones auch in ihren drei Eissalons. Bei handgemachtem Gelato ergebe sich durch die handwerkliche Produktion in kleinen Einheiten und die sorgfältig ausgewählten Zutaten eine kompromisslose Qualität. Die Eismacher raten, auf folgende Punkte zu achten:

Sommerlicher Genuss von Eis: Wie man Qualität an der Farbe erkennt

Schlechte Qualität entlarven

  1. Farbe: Haben die Eissorten eine starke, unnatürlich wirkende Färbung, deutet das darauf hin, dass Aroma- und Farbstoffe eingesetzt werden. Am besten erkennt man das am Paradebeispiel Pistazieneis: Eine giftgrüne Farbe ist für die Geschmacksrichtung eigentlich untypisch. Normal wäre ein helles grün.
  2. Lagerung: Bei industriell gefertigtem Eis werden oft nicht gesundheitsfördernde Zutaten eingesetzt, um eine stabile Haltbarkeit trotz langer Lieferketten zu garantieren. Problemlos kann das Gelato dann auch in offenen Vitrinen und hoch aufgetürmt gelagert werden. Das deutet also auf qualitativ minderwertiges Eis hin. Ein handgemachtes, frisches Produkt wäre eher vor Luft und Licht geschützt in gekühlten Fächern mit Deckel gelagert.
  3. Beschilderung: Sind die Sortenschilder mit Logo oder Namen eines Zulieferers versehen? Kein gutes Zeichen. Dann werden höchstwahrscheinlich halbfertige Mischungen dieser Lieferanten für die Herstellung verwendet.
  4. Auswahl: Für industriell gefertigtes Gelato gilt oft das Motto "Masse statt Klasse", wie Eismacher Giorgio Leone es nennt. Eine große Auswahl mit Sorten wie Schlumpfeis, Oreo, Smarties, etc. deutet ebenfalls auf den Einsatz von halbfertigen Industriemischungen hin.
  5. Konsistenz: Wenn beim Schlecken Eiskristalle im Mund erfühlbar sind, deutet das auf einen Poduktions- oder Lagerungsfehler hin. Eindeutig nicht das Qualitätsniveau, dass man als Genießer haben möchte. Außerdem sollte Eis eine homogene Masse sein und eine leicht poröse, samtige Oberfläche haben.
  6. Geschmack: Qualitätsgelato darf weder zu wässrig noch zu mehlig schmecken. Die Geschmacksrichtung muss bei einem richtig guten Eis außerdem eindeutig identifizierbar sein. Man soll schon schmecken, was drin ist.

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