Friedenstauben auf der Friedensbrücke

Eine Gruppe von Kindern hält bunte Origami-Vögel in der Hand.
Kinder einer MittelSchule in Wien-Brigittenau starten mit einem Filmprojekt. "Stimmen gengan Kriag" des Islamischen Realgymnasiums Wien.

Mit bunten gefalteten Tauben stellten sich Montag Vormittag die Kinder der 1a der Mittelschule Leipziger Platz auf der Brücke zwischen ihrem Bezirk Brigittenau und dem benachbarten Alsergrund auf. Die Tauben als Symbol des Friedens machten sich besonders gut auf dieser Verbindung über den Donaukanal. Die heißt Friedensbrücke. Benannt nach dem Frieden nach dem 1. Weltkrieg, wie die Friedensforscherin Susanne Jalka den Schülerinnen und Schülern erklärte.

Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen steht vor der Friedensbrücke und hält Papier-Vögel hoch.
Sie selbst werden – wie hoffentlich viele andere Kinder und Jugendliche – in den kommenden Monaten Projekte zum Thema Frieden durchführen und diese für den Wiener Kinder- und Jugendfriedenspreis einreichen (bis 8. Mai 2016; Details auf der unten angeführten Homepage dazu). „Wir drehen einen Film, in dem wir sagen, was für uns Frieden heißt“, kündigen die Kinder an. Daria Safi und Betül Kizlirmak „verraten“ dem Kinder-KURIER schon, was Frieden für sie persönlich bedeute. Abwechselnd nennen sie. „Keine Angst haben, keinen Krieg erleben, nicht streiten, helfen und immer hilfsbereit sein, nicht gewalttätig sein!“
Zwei Jungen halten ein Schild mit der Aufschrift „Für den Frieden halt ma z’samm!“.
Ihre Kollegen Jovanni Sajn und Mete Kayayurt definieren den großen Begriff so: „Frei sein, nicht in Angst und Schrecken leben müssen“ und weiter befragt, nachdem sie ein Schild mit der Aufschrift „Für den Frieden halt ma z’samm“ in die Kameras zeigen, was diesen Zusammenhalt ausmache, meinen die beiden Jungs: „Zusammenarbeit, weil damit schafft man alles, da lassen sich sogar Berge versetzen!“

Und welche Berge? „Die zwischen Krieg und Frieden!“

www.friedenspreis.at

Eine Gruppe junger Menschen, einige mit Hijab, steht vor Mikrofonen in einem Aufnahmestudio.
Kürzlich stellten Jugendliche des Islamischen Realgymnasiums in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus einen Friedenssong vor. „Wir. Stimmen gengan Kriag“ nannten sie ihre Projektarbeit, in der Muslim_innen und Nicht-Muslim_innen gemeinsam mit Profis aus dem Musik- und Filmbusiness den Song erarbeiteten. Hier der Text - und weiter unten geht's zu einem Video des Songs.

Der Songtext

I fråg mi, wer is a Stimm für ålle Verstummten
denen da Kriag de Språch vaschlågn håt
und wer schreit auf, dass de des hörn kunntn
de liaba Wåffn vateiln ois Brot.
Wer is a Stimm für ålle Verwundten
de da Kriag oft unheilbår valetzt
Wer schreit auf wånn Menschn vo da Gwoit betroffn
da Kriag reißt Löcher und de bleibn a Leben lång nu offen.
Wir san a Stimm fürn Friedn und für ålle Verstummten.
San a Stimm gegen Gwoit und für ålle Verwundten

Wir. Stimmen gengan Kriag
I fråg mi, wer is a Stimm fürs mitanaunda Leben
ohne Ångst dabei zu valieren
Nåch Besitz alloa wü doch neamd mea strebn
wei wånn oam Göd umarmt, kånn ma nix mea gspian
Wer is a Stimm für a gegenseitigs Gebn
Wir håm so vü und kriagn trotzdem nia gmua
und übersått steh ma oft nur neben'm Lebn
je mehr ma woin, umso mehr wean ma kriagn,
ziagn zwischen uns Grenzn und Gräbn
Wir san a Stimm fürn Friedn und fürs mitanaund Leben
san a Stimm gegen Gwoit und für a gegenseitigs Geben

Wir. Stimmen gengan Kriag
stop the wars stop the games
stop the fighting and the flames
theres no need to fear colours
nor religion of others
cause we all are the same
so forget all that blame
„who’s alien who’s not“
let’s respect and then stop
all those fights for believs
cause the bullets are thieves
and they steal what we need
which is peace as our creed

Wir san a Stimm gengan Kriag, für den Friedn

www.irgw.at

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