Leben | Kiku 06.04.2017

Vom Handy über Muttertag bis Krieg

Kids der Volksschule Grenzackerstraße © Bild: Heinz Wagner

Beim 2. Wiener Schul-Poetry-Slam bewiesen Kinder und Jugendliche ihren Spaß am Dichten.

Lesen, schreiben urfad? Gibt’s nicht! Das stellten Kinder und Jugendliche Donnerstag Abend im Festsaal der Pädagogischen Hochschule Wien in der Grenzackerstraße (Favoriten) eineinhalb Stunden lang unter Beweis. Sie bestritten den 2. Wiener Schul-Poetry-Slam.

Keiner braucht den Krieg!

Text fetzt: 2. Wiener Schul-Poetry-Slam
Kids der Volksschule Zennerstraße III: Lina, Rosa, Paula und Mirsad © Bild: Heinz Wagner
Moderiert von wohl bekanntester Wiener performance-dichterin Mieze Medusa brachten die jungen Dichterinnen und Dichter im Wettstreit das Publikum immer wieder zum Lachen genauso wie zum Nachdenken – und fallweise sogar chorischen Mitsprechen – etwa als Lina, Rosa, Paula und Mirsad aus der Volksschule Zennerstraße ( Penzing), die ihre Gedanken zum Krieg zum Ausdruck brachten und die einfache – und doch wie die Weltlage zeigt äußerst schwierige - Refrain-Zeile „Keiner braucht den Krieg!“ vortrugen.

Aus der genannten Volksschule traten noch zwei weitere Teams an: Iris, Julia und Mia hatten fantasievoll über Familienmitglieder gereimt. Luna, Marco, Jakob und Raphael machten sich – gereimte Gedanken über Karriere.

Mehrsprachig über Handy, Nutella, Alk und so...

Text fetzt - 2. Wiener Schul-Poetry-Slam
"Fearless Spartans": Alper, Fabian, Jasmin, Justin und Victoria © Bild: Heinz Wagner
Die Kolleg_innen aus der Volksschule Grenzackerstraße stürmten als riesige Gruppe die Bühne – jede und jeder kam dran – die Monate und Jahreszeiten kamen in teils witzigen Reimen vor, nicht zuletzt: „Bald kommt der Sommer – das ist ein Hommer – äh Hammer!“

In derselben Altersklasse ging auch – als Solist – Luca an den Start und slamte was das Zeug hielt über Haus und Maus und genoss sichtlich die fünf Minuten mit dem Mikro auf der Bühne.

Eröffnet worden war dieser „Wettstreit der jungen Dichter_innen“ von fünf Jugendlichen, die sich den Gruppennamen „Fearless Spartans“ gaben. Alper, Fabian, Jasmin, Justin und Victoria trugen Gedichte über Handy, Unterwasserpiloten, Party, Alk und Drogen sowie Nutella vor – teils auch auf Englisch bzw. mit ungarischen Passagen.

Ironisches "Muttertags"-Gedicht

Text fetzt - 2. Wiener Schul-Poetry-Slam
Aña © Bild: Heinz Wagner
Für sehr, sehr viel Schmunzeln und lachen sorgte Aña mit einer sehr ironischen Version einer Art von Muttertagsgedicht. Die Purkersdorfer Gymnasiastin schilderte – an die Mutter gerichtet – deren Peinlichkeit, zeigte andererseits wieder Verständnis für die Mutter einer Pubertierenden.

Ihre Schulkollegin legte sich einen Künstlerinnennamen zu. Als Häns philosophierte sie sehr tiefschürfend über die Sinnfrage und stellte auch das wiederum in Frage.

www.text-fetzt.info

... von den Teilnehmenden

... Schnappschüsse vom 2. Wiener Schul-Poetry-Slam

( kurier.at , kiku-heinz ) Erstellt am 06.04.2017