"Warum soi a Schwoaza ned a Ledahos'n trog'n?!"

"Ösi-Bua" beim 5. Afrika Frühlingsball in Wien im Gespräch mit dem Online-KiKu

Elf weitere Nummern hat Cedrick alias "Ösi-Bua" schon geschrieben, im Sommer, so der Plan, soll das Album herauskommen.
„I gfrei mi, dass i Musik moch’n kau“, ist aber nicht nur ein Spruch von ihm, strahlendes lächeln scheint dem 22-Jährigen nie auszugehen – egal ob auf der Bühne oder nach seinem Auftritt, egal wie viele Leute von ihm während des Balls ein Foto mit ihm haben wollen ;) Beim Ball selber sorgten in der Folge vor allem die gemixte Gruppe Soyaya für mitreißende Rhythmen und dafür, dass sich die Tanzfläche vor der Bühne schnell füllte. Vielbejubelt fiel auch der auftritt des Tanzduos Gizework aus Äthiopien aus. Gesang.... ... und viel Tanz ( auch in den folgenden beiden Fotos) Nochmals einige bilder von der Modenschau... und wer wollte, konnte auch mit afrikanischem Schmuck... ... Arme, Finger, Ohren oder den Hals zieren Mit Speisen und Getränken wurden weitere Sinne angesprochen
Kinder erobern als erste die Tanzfläche

Das Motto des 5. Afrika-Frühlingsballs, „Zeit des Wandels“, Samstag Abend bestritten Amateur-Models in einer ungewöhnlichen Modenschau. Dirndl und Trachten sowie afrikanische Gewänder wurden auf der Bühne vorgeführt – letztere von den hell-, erstere von dunkelhäutigeren Österreicher_innen getragen. Die interkulturelle Modenschau erfolgte obendrein für einen guten Zweck – zur Unterstützung des Vereins Barka Barka, der Projekte in der Provinz Ioba in Burkina Faso initiiert, unter anderem für eine Dorfschule in Foroteon.

Ungewohntes soll normal werden

5. Afrika-Frühlingsball Foto: he Auch junge "Models" führten Mode vor

Den Wandel von auf den ersten Blick Ungewohntem zu Normalität wünscht sich auch Cedrick M, besser und mittlerweile weithin bekannt als „Ösi-Bua“. „Warum soi a Schwoaza ka Ledahosn tragen?!“, stellte er in deutlich und stark oberösterreichisch gefärbtem Deutsch auf der Bühne die rhetorische Frage und legte mit dem mittlerweile auf  YouTube mehrere hunderttausend Mal angeklickten Hip-Hoppigen Siong „I bin da Ösi-Bua“ los.

Vom Kicker zum Musiker

5. Afrika-Frühlingsball Foto: he Cedrick M. mit "I bin da Ösi-Bua!"

Der junge Oberösterreicher, der mit neun Jahren von Burundi (Bubanza) über Kenia und Traiskirchen nach Klein-München gekommen war, macht Musik „seit ich ungefähr 15 bin. Musik wollt ich schon immer machen. Aber zuerst war ich nach der Sporthauptschule bald Profifußballer in der Regionalliga bei Waidhofen an der Ybbs.“ Zwei Operationen später musst er die sportliche Karriere aufgeben. Dafür widmete er sich ganz seiner „alten“ Leidenschaft. „I hob fria scho Mundoattexte zu Hip Hop g’schrieb’m.“ Das mit dem „Ösi-Bua“ war eigentlich nur ein Versuch, gesteht der Neo-Star. Aba dann is des voi abgfahr’n, nach drei Woch’n haum’s mi angruaf’n, du die Song is in die Charts!“

(kurier) Erstellt am
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