Esma Durgun mal 2: Einmal mit und einmal ohne - Brille ;)

© Heinz Wagner

SAG'S MULTI!
01/22/2015

"Neue Fremdsprache durchs Internet entdeckt"

In der vorletzten Regionalrunde von "SAG'S MULTI!" 2014/15: Zwei neue Sprachen beim mehrsprachigen Redebewerb.

von Heinz Wagner

Zwei Premieren gab‘s bei der siebenten Regionalrunde im sechsten Jahr des mehrsprachigen Redebewerbs „SAG’S MULTI!“: Lennart Bürgers vom Wiener Schulschiff brachte Estnisch ein und Jan Kozousek vom Neuen Gymnasium Leoben Esperanto.

In diesem Jahr ist es erstmals möglich, nicht nur mit anderen Erst-/Muttersprachen, sondern auch mit einer erlernten Fremdsprache – natürlich immer neben Deutsch – anzutreten. Eine solche wählte der steirische Gymnasiast. Der 14-Jährige „stolperte“ wie er dem Kinder-KURIER in einer Pause nach seiner Rede anvertraute, zufällig über diese. „Ich hab einmal auf Wikipedia die Liste der Sprachen durchgeschaut“, erzählt Kozousek.

Auch gleich gelernt

„Da hab ich auf einmal Esperanto gesehen. Davon hab ich noch nie was gehört und so hab ich mich – natürlich auch im Internet – schlau gemacht, was das für eine Sprache ist.“ Der Schüler gab sich aber nicht nur damit zufrieden, zu erfahren, dass Ludwig Zamenhof vor fast 130 Jahren diese „Brückensprache“ erfunden hat, die sich aus Elementen verschiedenster Sprachen zusammensetzt und so der leichteren Verständigung dienen (soll). „Ich hab dann auch gleich begonnen, Esperanto („Hoffender“, das Pseudonym Zamenhofs) zu lernen.“ Die Frage, wo er sie erlernt hat, wäre fast überflüssig gewesen: „Im Internet“.

Live jedoch sprach Jan Kozousek bei „SAG’S MULTI!“ und da nur am Rande über Esperanto. Aber in dieser Sprache erzählte er, wie Internet auch die Chancen auf Bildung in selbst abgelegenen Gegenden der Welt verbessern (könne) und die digitale Vernetzung außerdem ein mögliches Mittel zur stärkeren Mitbestimmung und damit gegen Politikverdrossenheit sein könne.

Mit und ohne - Brille

Wie viele andere Redner_innen sprach Esma Durgun (17, BG/BRG/BORG Kapfenberg, Stmk., Türkisch) über „anders, was ist schon normal?“. Unter anderem sprach sie auch ein immer wieder – gerade aktuell – in der Öffentlichkeit diskutiertes Thema an: Kopftuch.
Mit einem solchen begann sie ihre Rede, dazwischen legte sie es ab. An der Rede – weder dem Inhalt noch der Art und Weise wie sie sprach – änderte das – natürlich - nichts. Viel deutlicher hätte es niemand machen können, dass es, wie auch Kolleginnen mit Kopftuch meinten, es nicht darauf ankomme, was jemand auf dem Kopf als viel mehr im Kopf habe!

Über die weiteren Rede findest du kurze Zusammenfassungen in der Bilderstrecke!

Und mehr zum Bewerb hier: www.sagsmulti.at

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