Rollende Aktion - für einen Skaterpark

Jugendliche aus Wien-Floridsdorf organisierten Flashmob vorm Bahnhof

"Es gibt schon in einigen Parks im Bezirk was für Skater, aber nur immer so zwei, drei Elemente", beginnt  Stefan Mayer, einer der jugendlichen Initiatoren der Aktion... ... Und Roman Honnemann ergänzt: "Außerdem merkt man, dass die von Leuten geplant worden sind, die davon wenig Ahnung haben.  Am B7, beim Einkaufszentrum Stammersdorf ist der Belag nicht wirklich fürs Skaten geeignet."

Auch einige Inlineskater gesellten sich zur Aktion, Bernhard Pribitzer fegte mit einem 180 über das auf den Boden gelegte Transparent, während die Boarder links und rechts daneben Spalier standen (Foto). Aus dem Unmut darüber, nach Hütteldorf oder Liesing fahren zu müssen, um so richtig die eigene sportliche Vorliebe ausleben zu können, dachten sich die beiden Genannten und noch eine Handvoll Jugendlicher gegen Ende des Vorjahres aus, nicht nur zu jammern, sondern die Sache selber in die Hand zu nehmen. So entstand "skate21vienna". "Wir wollen in unserem Bezirk eine große Skateranleigen, dabei wollen wir aber auch selber mitreden, wie die aussehen soll." Der Idee folgten erste Unterschriftenlisten und die Gründung einer Facebook-Gruppe... ... Über diese kamen auch die Zwillingsschwestern Samara und Denise Worschek und Sonja Bauer zum Flashmob am Samstag Abend. "Wir haben's auf Facebook gesehenund sind deswegen gekommen, weil was hier im Bezirk zum skaten gibt ist echt Blödsinn, da kannst nix G'scheit's lernen!" Die Aktion sollte nun von der digitalen in die reale Welt erweitert werden. Vor Ort konnte die Menge der bisher rund 500 Unterschriften erhöht werden - immer wieder auch von älteren Menschen, die sehr interessiert die Aktion wohlwollend beobachteten. Seine Unterstützung sagte auch der Jugendbezirkrat Bernhard Herzog zu. Ob er einen entsprechenden Antrag in der Bezirksvertretung einbringen werde, wollte der KURIER von ihm wissen: "Ich unterstütze die Forderung, aber es soll die Sache der Jugendlichen bleiben, Erst wenn die sich auch auf einen Platz geeinigt haben und wissen, was sie dort wollen, können wir Kostenvoranschläge einholen und dann erst müssen wir überlegen, wie das zu stemmen ist."

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(kurier) Erstellt am
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