Konferenz der Tiere

© Clemens Nestroy

Nachwuchs-Bühnenpreis
02/08/2015

„Tierische“ Stücke gewannen „Jungwild“

Akutalisierte Version von Erich Kästners "Konferenz der Tiere" sowie "Eine Kuh macht Mühe" gewannen "Jungwild"-Preise.

von Heinz Wagner

Vor aktuellen Schlagzeilen spielt eine frei nach dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner gestaltete Version von „Die Konferenz der Tiere“ (ab 8 Jahren), die von Sarah Ellersdorfer und Mara Metzmacher in Zusammenarbeit mit Flüchtlingskindern in Wien entstand. Aus den ersten Szenen können die beiden nun – ausgestattet mit der Hälfte des „Jungwild“-Förderpreises – ihr Stück weiter und fertig entwickeln.

Sie teilen sich den diesjährigen Nachwuchsförderpreis im Bereich darstellende Kunst für junges Publikum mit „Eine Kuh macht Mühe“ (ab 6 Jahren).

Bei Ersterem überzeugte die Jury vor allem, dass das Team „zwischen herrlichem Chaos-Splapstick und konkreter Gesellschaftskritik ein starkes Bühnentableau entfaltete, das die Klassikervorlage mit den aktuellen Ereignissen und Umständen in der Welt verbindet und somit eine eigene Formsprache findet, die sich kritisch dem Thema Krieg gegenüber und entgegenstellt".

Die Kuh, die Mühe macht ist eine Performance mit Musik und Tanz von Emmy Steiner, Franziska Adensamer, Florian Weisch und Florian Weiß, die sich mit den Fragen nach Zugehörigkeit und Identifikation beschäftigt. In einer Mischung aus Erzähltheater und Tanz baut die Gruppe die Bühnengeschichte mit Schauspiel, absurdem Humor und Musik.

Der Preis

Der Wettbewerb „Jungwild“ wurde 2014/15 zum sechsten Mal von österreichischen Bühnenfestivals für junges Publikum vergeben. Ausgeschrieben wird er jeweils von SZENE BUNTE WÄHNE (NÖ), spleen*graz (Steiermark), SCHÄXPIR (OÖ) sowie DSCHUNGEL WIEN (Wien, MQ) und dem TaO! Graz (Theater am Ortweinplatz). Er versteht sich als Impuls für Nachwuchsfachkräfte im Bereich darstellende Kunst für junges Publikum.

Sechs Nachwuchstheatergruppen präsentierten im Rahmen des Wettbewerbs „Jungwild“ vor der internationalen Jury, den Initiator_innen des Preises und dem Publikum Collagen von Szenen für Stücke für junges Publikum ab 2 Jahren. Zwei Konzepte wurden ausgewählt und teilen sich das Preisgeld (15.000 €), das als Produktionskostenzuschuss zur Ausarbeitung der Stücke dient.

Die anderen vier Szenencollagen: „Wetter“ von Laura Unger und Nina Vobruba (ab 2 Jahren), „Sami“ (Playground, ab 8 Jahren), „Peter Astrapan“ von Afamia Al-Dayaa (ab 6) und „Girlpower“ von Corinna Pumm (ab 10).

Die Uraufführungen der beiden gekürten Stücke finden 2015 im Dschungel Wien, dem Theaterhaus für junges Publikum im Wiener MuseumsQuartier statt. Außerdem beinhaltet der Preis je eine weitere Aufführung bei den am Bewerb beteiligten Institutionen (siehe unten) im Zeitraum 2015 bis Februar 2016.

Die Jury

Die Jury bildeten der immer wieder auch in Österreich tätige belgische Tänzer, Choreograf und Regisseur Ives Thuwis, der deutsche Kulturkritiker Bernd Mand. Darüber hinaus teilten sich die am Festival beteiligten Institutionen eine dritte Stimme.

Bilder aus den zwei siegreichen Stück-Konzepten sowie der Preisverleihung siehe Bilderstrecke!

www.jungwild-preis.at

"Jungwild"-Festival

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