Kinder bauten Holzhäuser...

... und laden stolz zum Baustellenfest

Vor dem Ballspielkäfig im Wiedener Alois-Drasche-Park schleppt Kajan einen Ytong-Block der kaum kleiner ist als er selbst. Auf dem Boden sitzt Sahra und klopft mit einem kleinen Meißel und einem Hammer ein Gesicht in  den weichen Stein. Selma hat vor sich schon ein ausgeschnittenes blockhohes steinernes Herz und bemalt das dreidimensionale Werkstück bunt. Diese und andere Kunstwerke – etwa aus Ton wie sie einen Tisch weiter produziert werden – finden „Unterschlupf“ in einem kleinen Museum. An dem hölzernen Gebäude wird im halben, abgesperrten Ballspielkäfig gerade gearbeitet.
Und hier zeigt Melissa ihr "Säge-Vermögen". Einen allerletzten Nagel schlägt hier Fehmi in eine der Dachlatten dieses Holzhauses im Draschepark Federführend tun dies Nikola und Jakob, Melissa nimmt sich den Bau von Regalen für die Kunstgegenstände vor.

Seit zehn Tagen beherbergt dieses umzäunte Gelände die Bauwerk:Stadt  der Parkbetreuung. Besonders geschickt stellt sich Ibrahim hier an.
Jeden Nachmittag können Kids hier nach Herzenslust sägen, hämmern, nageln, bauen – und zuvor planen. Beim Lokalaugenschein des KURIER hat Aylin die Planung einer Hundehütte bereits hinter sich. Nun wird fleißig gesägt. Dazwischen machen die schon genannten Nikola und Jakob das Reporterduo vor allem auf ein weiteres Gebilde aufmerksam: „Das Auto haben wir gemeinsam mit Želko gebaut, es hat sogar ein Lenkrad“, setzen sie sich auch gleich richtig in Positur für den Fotografen. Selina und Dilara sind „noch am Überlegen, was wir bauen, wir sind heute das erste mal hier. Wir gehen gern wohin, wo gebastelt oder gebaut wird!“

Steve konstruiert aus einem Stück Holz  „ein Schloss für die Tür zu meinem Haus“. Eine Tür aus der Seitenwand rauszusägen hat sich Ibrahim vorgenommen. Dafür bohrt er an den Ecken des aufgezeichneten Türrahmens zunächst große Löcher – „damit man überhaupt mit der Säge ansetzen kann“. Was – wie der auf dem Land lebende Fotograf anmerkt „bei uns selbstverständlich ist“ –, ist für Stadtkinder ziemlich ungewöhnlich: Mit echtem Holz, echtem Werkzeug wirklich was bauen. Und „nebenbei“ spielt natürlich notwendige Zusammenarbeit beim Bauen eine nicht unbedeutende Rolle ;)

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(kurier) Erstellt am
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