Gewichtige Auszeichnungen für die Besten der Besten

Merkure der Vienna Business School für Top-Projekte und -Einzelleistungen

Fünf Kilo wiegt die Bronze-Statue. Merkure für die besten Einzelleistungen und die besten Projekte der Handelsschulen und Handelsakademien der Vienna Business School - mit sechs Standorten "Wir haben es geschafft“ war nicht nur das Motto des Projekts ConnAEct von Katharina Ppribek, Alexander Forstinger, Ugur Özbas und Matthias Ursenbach von der Vienna Business School HAK Hamerlingplatz. Gleichermaßen konnten sie am Abend der Merkur-Verleihung auch für sich selber Bilanz ziehen. Für das von ihnen organisierte Forum für und mit Unternehmer_innen mit Migrationshintergrund um deren Bedeutung für die Wirtschaft insgesamt darzustellen und Jugendliche von deren Erfolg „anstecken“ zu lassen konnten sie die fünf Kilo schwere Merkur-Statue für das beste internationale Projekt der sechs VBS-Schulen in Empfang nehmen. Zugute kam dem Quartett dabei gleich mal die Vielfalt der eigenen Sprachkenntnisse – neben den klassischen Fremdsprachen noch die eigenen zweiten Muttersprachen wie Mandarin und Türkisch. Zur Weitergabe von Erfolgsrezepten konnten sie u.a. Aleksandra Izdebska  (Computerfirma DiTech), Li Ying Zhang (Interjuwel), Mahmut Orocoglu (Tourismus-Branche), Davor Sertić (UnitCargo) gewinnen.
Sie haben das Thema Migration auf eine Art und Weise aufgegriffen, die dessen Potenziale für die Wirtschaft zeigt“, gratulierte kika-Geschäftsführer Paul Koch. Ein Doppeldeckerbus als fahrendes Fast-Food-Restaurant (BusINN), das obendrein Wert auf (halbwegs) gesunde Ernährung legt, brachte Sasa Drocic, Nimrat Boparai, Lukas Eichelter, Philipp Hamann und Carina Pollischansky  aus der HAK Schönborngasse den Merkur fürs beste ökonoische Projekt ein, den der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wr. Wirtschaftskammer, Walter Ruck, überreichte. Den Innovativ-Preis holte sich ein großes Team zweier Klassen (3a und 3b) der HAK Akademiestraße für Book-Crossing... ... Die „Freilassung“ von Büchern samt Verfolgung ihrer weiteren Tour via Internet und damit die Kombination aus alten und neuen Medien freute auch die Laudatorin dieser Kategorie, die bekannte Journalistin und Buchautorin Corinna Milborn. 3000 Euro hatten sie sich zum Ziel gesetzt, 5.168,45 Euro konnten die elf Schülerinnen der 5a und 5b schließlich Pater Sporschill für seine Projekte für rumänische Straßenkinder übergeben. Das brachten den Jugendlichen aus der Mödlinger HAK den Merkur fürs beste ethische und soziale Projekt – überreicht vom Leiter der Spar-Akademie, Jörg Schielin. Neben vier Projekt-Merkuren werden traditionellerweise auch Einzelpreise verliehen.
Bester Handelsschüler wurde in diesem Jahr Christian Trišić. Neben dem Notendurchschnitt von 1,0, Schulsprecher- und Mediationstätigkeit ist Trišić (Handelsschüler Floridsdorf) Schulsanitäter, Tontechniker bei diversen Veranstaltungen und seit vier Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr seines Heimatortes Deutsch Wagram. Daneben jobbt der zweisprachig aufgewachsene Bursch (2. Muttersprache Serbisch) praktisch ständig bei verschiedensten Firmen und spielt obendrein Vereinsfuß- und –Volleyball. Seinen Merkur bekam er aus den Händen von Puls4-Moderatorin Manuela Raidl. 

Ungewöhnlich aber doch, auch der Merkur für die beste schülerische Einzelleistung der VBS-Handelsakademien ging in diesem Jahr an einem Burschen. Florian Csizmazia von der VBS-Augarten wurde von Merkur-Vorstand Klaus Pollhammer mit der geflügelten schweren Statue dafür belohnt, dass er sich vieles sehr selbsttätig beibringt, im Unterricht Lehrende unterstützt und in der Freizeit eine Jungschargruppe leitet und in einer Band Gitarre spielt.

Eine Premiere gab’s in diesem Jahr in der Kategorie „Teacher of the Year“. Die VBS Schönborngasse hatte mit Michaela Nöstlinger und Astrid Weissenbach ein Team nominiert. Und als Zeichen davor, dass Einzelarbeit Vergangenheit und Teamarbeit Zukunft – und eben teilweise schon Gegenwart – ist, gab’s dafür den Merkur dieser Kategorie, den Landesschulinspektor Walter Grafinger übergab. Den Titel und die Statue – aus den Händen der Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank - als bester Absolvent „Graduate of the Year“ konnte ein bekannter Mann in Empfang nehmen: Kurt Mann (Bild rechts, in der Mitte das heurige Merkur-Girl, die stellvertretende Schulsprecherin von der Schönborngass, Iris Hoffmann), Eigentümer und Geschäftsführer der Bäckerei mit dem maskulinen Nachnamen. Er hatte die Handelsschule der VBS in Wien-Floridsdorf absolviert, danach mit Auszeichnung die Bäcker- (später auch die Konditor-)Lehre und übernahm schließlich als Meister den schon vom Urgroßvater aufgebauten Betrieb – mit rund 40 Beschäftigten. Die von ihm massiv ausgebaute Kette beschäftigt heute rund 800 Menschen.
 
Und dann – zur Überraschung aller, außer dem engsten Kreis des Fonds der Wiener Kaufmannschaft, der die sechs Schulen betreut – ausnahmsweise ein neunter Merkur, ein nur ganz selten (in 14 Jahren erst vier Mal) verliehener Ehrenmerkur. Für die in Pension gehende Direktorin der VBS Schönborngasse, Stefanie Battenfeld (links), geehrt von Martin Göbel, dem Geschäftsführer des Fonds der Wiener Kaufmannschaft, und Rainer Trefelik, Präsident des Fonds. Mehr oder minder alle Preisträger_innen auf einem Gruppen-Breit-Foto

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(kurier) Erstellt am
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