Fischen und Tauchen als Schulfach

Der 12-jährige Finn hat mit seinen Eltern die Welt umsegelt. Heute erinnert er sich an Strandspiele und fremde neue Freunde.

Mit 5 Jahren begann für Finn die Weltumsegelung. Finn und seine Mutter Alexandra in der Südsee. Finn lernte in den viereinhalb Jahren nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sondern auch Kanu fahren, Tauchen und Angeln. So lässt es sich leben: türkisfarbenes Meer, blauer Himmel und rundherum viele Palmen. Gewusst wie: Finn hat etwas an der Angel. Wie ein Profi kümmert sich Finn um den Katamaran „Risho Maru“. „Risho Maru“ in der Karibik. Finn lernte verschiedene Kulturen kennen und gewann auch neue Freunde. Finn lässt die Seele baumeln. Finn und sein Vater Peter haben etwas gefangen. Weihnachten mal anders: Die Familie feierte in der Südsee. Wieder zurück: Nach über vier Jahren beendete die Familie ihre Weltumsegelung

Finn hat schon sehr viel von der Welt gesehen. Im Juni 2005 brachen seine Eltern Peter und Alexandra Schöler mit ihrem damals 5-jährigen Sohn von Italien zu einer Weltumsegelung auf. Finns Vater Peter hatte schon immer den Lebenstraum, mit dem Segelboot eine „Fahrt ins Blaue“ zu machen.

Zuerst war noch gar keine Rede von einer Weltreise, anfangs wollte die Familie nur in die Karibik segeln. Im Endeffekt war Finn mehr als vier Jahre mit seinen Eltern auf dem Katamaran „Risho Maru“. In dieser Zeit wurde aus dem kleinen Finn ein junger Seemann. „Zu Beginn war ich von der Idee nicht überzeugt, aber dann war es ein riesengroßes Abenteuer“, erzählt er.

Eine andere Welt

Am meisten hat Finn Neuseeland fasziniert. Aber auch Sri Lanka, Jemen und die Südsee hat er kennengelernt. Der heute 12-Jährige erlebte, dass dort einiges anders ist. Insbesondere mit Zeit und Geld wird behutsamer umgegangen als bei uns. „Mit den einheimischen Kindern habe ich mit Muscheln, Stöcken und Steinen am Strand gespielt. Die Kinder haben nicht so viel Spielzeug wie wir, aber sie sind glücklich damit“, berichtet Finn.

Das Leben ist einfach die beste Schule, findet Finns Mutter: „Auf einer Weltreise hat man täglich Sachunterricht und Finn hat in dieser viel Zeit gelernt.“ Zum Beispiel fischen und tauchen, allerdings musste der junge Weltenbummler auch die Schulbank drücken. „Ich wurde von meinen Eltern jeden Tag vier Stunden unterrichtet.“

In der Südsee erlebte die Familie eines ihrer schönsten Weihnachtsfeste. „Es gab keinen Stress, Finn hat unseren Baum geschmückt und wir genossen die Feiertage“, erzählt Alexandra Schöler. Von Curaçao haben die Schölers einen Ausflug gemacht, an den sich Finn gerne erinnert: „Wir sind nach Amerika geflogen und waren in New York und Los Angeles – einfach spannend.“ So eine Weltreise ist einzigartig, kann man so ein Erlebnis wiederholen? „Ich denke schon. Aber beim nächsten Mal würde ich mir den Norden ansehen“, ist sich Finn sicher.

Erinnerungen

Seit zwei Jahren ist die Familie zwar schon wieder in Österreich, doch die Reise hat viele bleibende Eindrücke hinterlassen, nicht nur bei Finn. Alexandra und Peter Schöler haben ihre sogar zu Papier gebracht. Ihr Buch „Wellenzeit“ und die dazugehörige CD sind 2010 erschienen und sollen das unbändige Lebensgefühl der Reise vermitteln. Peter Schöler: „Wir hatten auch stürmische Zeiten, aber als Resümee würden wir sagen: Es war grandios, wie wir überall willkommen geheißen wurden. Als wären wir Freunde.“

(kurier) Erstellt am
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