Kiku
12.03.2018

Die Sieger_innen 2017/18

Die Sieger_innen 2017/18

1/23

Ananya Mukund (12, Englisch/BG/BRG Klosterneuburg, NÖ): Wir stehen alle als Künstler vor der leeren Leinwand des Lebens. Wir können uns nicht aussuchen, welche Farben uns zur Verfügung stehen. Aber welches Bild wir erschaffen? Es liegt ganz an uns. Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Wie wird dein Bild sein?

Lars De Gooyert (13, Niederländisch, B/R/G Purkersdorf, NÖ): Jetzt möchte ich Sie fragen, ob Sie auch wirklich für ihre Ziele kämpfen, oder doch nur das Nötigste tun. Haben Sie ihre Ziele zu ihren Wünschen in das Gefängnis für scheinbar unerreichbare Dinge gesperrt?

Vera Rezzan Ekinci (13, Türkisch/Phoenix Realgymnasium, Wien 10): Einem Kind, das in Aleppo auf einer Straße voller Trümmer durch den Bombenhagel um sein Leben rennt, kann ich nicht zurufen: „Freiheit beginnt im Kopf“. Hier erfordert es mehr als nur Gedanken, hier erfordert es Taten, um die Freiheit zu schützen.

Emily Meixner (12, Englisch/ International Bilingual School Graz, Stmk.): Es gibt Kriege auf dieser Welt. Auch jetzt in diesem Augenblick. Viele Menschen müssen sterben, obwohl sie gar nichts falsch gemacht haben und nichts mit diesem schrecklichen Krieg zu tun haben. Sie haben einfach das Pech, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort geboren worden zu sein.

Benjamin Gotthard (14, Ungarisch/ Akademisches Gymnasium Linz, OÖ): Nicht das Ankommen soll wichtig sein, sondern der Weg dorthin. Genau wie wir als Kinder voller Eifer und Leidenschaft Sandburgen gebaut haben. Und als wir fertig waren, haben wir sie stolz betrachtet und genauso fleißig wieder zerstört, um sie daraufhin gleich wiederaufzubauen. Wir haben also damals ...

... schon gespürt, dass uns die Erschaffung an sich mehr erfüllt als das Ergebnis. Für diesen wesentlichen Weg in der Gegenwart lohnt es sich zu leben!

Kristina Živković (12, BKS, Kroatisch/ WMS Kauergasse, Wien 15): Die Leute die sich über andere lustig machen wollen, wollen nur andere klein machen. Mobben lässt andere sich wertlos fühlen und aus Spaß wird bald schnell ein einsames Gefühl. Nein denkt nicht so! Ihr seid perfekt auf eure eigene Art und Weise! Kraft ist im Herzen und Schönheit in der Seele.

Anna-Maria Wieser (14, Russisch/ BORG Innsbruck, Tirol): Es wird niemals Gerechtigkeit geben, bis nicht jede Frau gleich behandelt wird wie ein Mann, bis nicht jeder Mensch jeglicher Hautfarbe gleichwertig behandelt wird, bis nicht alle Menschen, egal welcher Religion sie angehören oder ob sie an keinen Gott glauben, mit gleicher Würde behandelt werden.

Maria Balder (16, Englisch, erlernte Fremdsprache/ BORG Hegelgasse, Wien 1): Ich lasse mich nicht unterkriegen, denn ich weiß wie sehr es sich lohnt, aufrecht stehen zu bleiben. Ich weiß wie sehr es sich lohnt, weiterzumachen. Denn wenn man sich klein machen lässt kann man nicht wachsen. Wachsen in seinen Taten in seinen Fähigkeiten, in seiner Persönlichkeit! ...

... Man muss für sich selbst immer weiterwachsen - und das jeden Tag!

Joyce Hoang (16, Vietnamesisch/ W GRG Bertha von Suttner-Schulschiff, Wien 21): Ich kann mir mein Aussehen, mein Geschlecht, auch meine Familie nicht aussuchen. Aber ich kann entscheiden, was ich aus meinem Leben mache, was für ein Mensch ich sein möchte und wohin ich gehen möchte. Ich kann die Menschen nicht ändern, wohl aber ...

... mich. Ich entscheide mich dafür, dass die Menschen, die mich als Ausländerin sehen und mich als Frau belächeln, mich niemals besiegen werden.

Michelle Pöltl (15, Visaya, Philippinen/ GRG Bertha von Suttner-Schulschiff, Wien 21): Nein, wir alle sind keine Schneeflocken. Wir können unser Leben so gestalten, wie wir wollen, und wir können entscheiden, was wir tun und wohin wir gehen wollen. Wir entscheiden, wofür wir für eine gewisse Lebensspanne mit all unserer Kraft da sein wollen. ...

... Der Lauf unseres Lebens ist in unserer Hand, keiner kann eine eiserne Kette darum legen und es für sich beanspruchen. Versucht er es dennoch, bekommt er meinen ganzen Widerstand zu spüren. Meine innere Freiheit ist mir kostbar, für ihren Erhalt bin ich sogar bereit zu kämpfen.

Lejla Pehadžić (14, BKS, Bosnisch/ HBLW Wels, OÖ): Jeder Einzelne von uns kann ganz allein ein kleines Stück dazu beitragen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wir müssen sie nur schätzen: Wir sollen besonders die kleinen Geschenke des Lebens nicht ignorieren. Denn oft vergessen wir, dankbar dafür zu sein.

Himanshi Khetarpal (15, Hindi/ BORG, Wien 3): Wenn wir Ungerechtigkeit zulassen, denken einige Menschen, dass es in Ordnung ist, andere Menschen ungerecht zu behandeln. Diese Haltung kann sich ausbreiten und unsere ganze Gesellschaft gefährden. Deshalb müssen wir Unrecht bekämpfen, wo immer wir es sehen.

Bahara Muradi (20, Dari/ OÖ BHAK Eferding, OÖ): Der Fremde im Bus machte einen schwerwiegenden Fehler, als er mir das Leben schenkte. Er konnte nicht ahnen, dass ich heute eine Stimme sein würde. Er konnte nicht ahnen, dass ich euch heute Hoffnung bringen würde. Ich brachte diese Hoffnung mit mir, obwohl ich im Mittelmeer beinahe ertrank.

Anna Posch (17, Englisch, Erstsprache/BRG Krottenbachstraße Wien 19): Ungerechtigkeit existiert überall – sie ist nicht weniger real, wenn sie auf der anderen Seite des Erdballs geschieht. Und ich darf sie nicht ignorieren, auch wenn das leicht fällt. Denn wenn ich darüber hinwegschaue und Ungerechtigkeit einfach zulasse, hat das Auswirkungen. Und zwar auch auf mich!

Shama Ajoubi (17, Pashto, Afghanistan/ Lessinggymnasium, Wien 1): Wir haben vielleicht nicht immer dieselbe Hautfarbe, dasselbe Geschlecht, dieselbe Konfession, dieselbe Sprache oder Kultur doch das Einzige, was wir uns teilen ist, dass wir alle Menschen sind. In unseren Adern fließt dasselbe Blut.

Elodie Arpa (18, Französisch/BG Untere Bachgasse Mödling, NÖ): Ungerechtigkeiten sammeln sich an. Wie Perlen an einer Schnur. Und bilden eine Kette. Nur dass diese Kette unsere Gesellschaft nicht schmückt, sondern zur Halsschlinge wird.

Fatemeh Husseini (18, Farsi/Brigittenauer Gymnasium Wien 20): Dass an einem Ort Krieg herrscht und man sich vor Terror fürchten muss, scheint zunächst irrelevant für uns zu sein. Doch zündet man ein Blatt in einer Ecke an, wird sich das Feuer auch bis zur anderen ausbreiten. Ungerechtigkeit ist eine Bedrohung für alle. Denn die Luft des Schmerzes und des Leides atmen wir alle.

Yasmin Maatouk (16, Englisch, erlernte Fremdsprache/GRG Alterlaa, Wien 23): Ein Leben ohne Sinn und Bestimmung ist wie ein Körper ohne Seele. In einer Welt, in der hierarchische Fundamente das Herzstück unserer Existenz bilden, lässt das Leben einen selbst im Glauben man könne nicht viel bewirken, nichts bewegen, für keine Veränderung sorgen.

Malwa Mao (14, Arabisch/ NMS Mannersdorf am Leithagebirge, NÖ), gewann den Sonderpreis: Die Beziehung zu seiner Heimat ist ähnlich wie die Beziehung eines Kindes zu seiner Mutter und seiner Familie, das ist das Gefühl der Sicherheit. Es gibt kein Leben ohne Heimat und es gibt keine Heimat ohne Leben.