© Heinz Wagner

Kinderuni on Tour
09/01/2013

Das soll eine Brücke werden?

Experimente am Sportplatz - Der Kinder-KURIER besuchte eine Station der Kinderuni on Tour - am Schöpfwerk in Wien-Meidling

von Heinz Wagner

Drei umgestülpte Becher und drei kurze Holzleisten. Die Becher stehen so weit voneinander entfernt wie die Leisten Kurz/lang sind. Und das soll eine Brücke werden? Eine, die sogar einen zwei Kilo schweren Stein hält? Am Sportplatz neben dem Jugendzentrum in der Wiener Wohnhausanlage Am Schöpfwerk ist die Kinderuni on tour zu Gast. Dina und ihre Brüder Hassan und Abduallah knotzen vor je eine Trio aus Bechern und Holzleisten.

Alle drei tüfteln, probieren, denken nach, Versuch nach Versuch geht schief, irgendwie hält das Zeug nicht. Kann das überhaupt funktionieren? Zumindest eines scheint gewiss: Sie geben nicht auf, verzweifeln nicht, nehmen immer wieder neue Konstruktionsanläufe. Am Geschicktesten ist Dina unterwegs. Immer näher und näher kommt sie der Lösung – jede Leist muss eine andere halten/von einer anderen gehalten werden, also irgendwie an den Enden ineinander „verflechten“. Fast hat sie’s geschafft, da plumpst eins der Brettchen wieder zu Boden. Doch der Weg ist nun klar, vorgezeichnet. Nächster Versuch – und die Brücke hält. Erster Test: Der Schuh des jüngsten Bruders Abdullah – kein Problem für die Brücke. Selbst der größere und schwerere Schuh des Reporters – da waren sich schon alle einige wird die Konstruktion nicht zum Einsturz bringen. Aber wie ist das mit dem – geschätzt zwei Kilo schweren – Stein, der der Betreuer reicht? Wird die Brücke ihn tragen? Die Meinungen gehen auseinander. Vorsichtig draufgelegt und – tatatata! Gut gebaut!

Iman filmt die Aktion – und die anderen Stationen, „das wird für einen Beitrag in C.U.-TV (Sendeleiste der Wiener Jugendzentren im freien Community-Sender Okto)“, vertraut sie dem Kinder-KURIER an.

Schwarz ist bunt

In der nächsten Station malen Sadya, Dilara und Haidar schwarze Filzstiftkreise auf Papiertaschentücher, die legen sie auf mit Wasser gefüllte Gläser – über Trinkhalme wird die Sache nass gemacht – und siehe da: Wenn schwarz zu zerrinnen beginnt, stellt sich heraus, das ist ganz schön bunt! Die drei, insbesondere die beiden Mädchen, erzählen dem KiKu: „Wir experimentieren auch zu Hause gern, zum Beispiel, wenn wir andere mit verbundenen Augen Kräuter und Gewürze schmecken lassen.“

Nebenan scheint sich ein Ballon wie von unsichtbarer Zauberhand ganz allein aufzu„blasen“. Wie das? Nun, zuerst, so berichten die beteiligten Versuchs-Kinder, hatten sie Essig in die Flasche geschüttet. Dann Backpulver in einen Ballon geleert, den Ballon vorsichtig auf den Flaschenhals gestülpt. Nun rinnt das Treibmittel in die Flache, vermischt sich mit dem Essig – und wie beim Kuchen der Teig aufgeht, so drängt hier die in der Reaktion aus Säure und Base entstehende Luft nach oben – der Ballon wird groß und größer.

Mit dem gegenteiligen Effekt operieren unter anderen Alena und Sila. Sie öffnen die Kluppe des aufgeblasenen und an einer Schnur flexibel montierten Ballons, die Luft flutscht raus und der Ballon saust wie eine Rakete der Schnur entlang zum anderen Ende, wo er fast luftleer ankommt – Prinzip Rückstoß.

Freiluft-Hörsaal

Nachdem fast alle die Experimentierstationen durchlaufen sind, läutet’s. Im Kuppelzelt ist Torben (Ingerslev Roug), Gastprofessor aus dem dänischen Kopenhagen mit seinen Vorbereitungen, vor allem zerschnittener Gemüse fertig, um über Säuren und Basen (auch das Prinzip des sich selbst aufblasenden Ballons) zu reden und einige Experimente dazu den Jungstudierenden im mobilen Freiluft-Hörsaal zu zeigen.

www.kinderuni.at

... experimentierfreudiger Kids

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