© Heinz Wagner

Bewerb
06/11/2015

Elfjährige entwarf Wien-Zehner

Schülerin bringt den Stephansdoms auf die neue 10-€-"Wien"-Münze. Ehrung im Roten Salon des Rathauses.

Fast noch sprachlos kann die elfjährige Viktoria Pinzer „fast noch immer nichts sagen“, dass sie mit ihrem Entwurf gewonnen hat. 1600 Zeichnungen für eine der beiden Seiten einer 10-Euro-Münze wurde von Klassen und einzelnen Kindern (3. Bis 6. Schulstufe) an die Münze Österreich geschickt. Es ist die siebente im Rahmen der Bundesländerserie. Pinzer hatte akribisch ein Bild vom Stephansdom gemalt.

Zur Siegerehrung am Donnerstag Mittag hatte sie ihre Klasse, die 2e des Gymnasiums Sacré Coeur mitgebracht. Deren Entwürfe reichten vom Riesenrad bis zum Stephansdom und zur Donau, vom Basilisken über Johann Strauß bis zu den Lipizzanern. Angefertigt in Bildnerischer Erziehung in der damaligen ersten Klasse des Schulzentrums am Wiener Rennweg.

Viele Wien-Entwürfe

Sara Rohani-Amir hatten ein Dirndl gezeichnet. Marie-Sophie Margaritidis hatte – wie viele andere – ihren Entwurf gleich mit mehreren Motiven versehen, unter anderem dem Basilisken, einer Sachertorte und dem Steffl. Riya Thekkumala hatte sich für eine Zeichnung vom Riesenrad entschieden, was auch Morris Zwick, Kilian Jank, Linda Mayerhofer, Carmella Ramos, Monika Göskun und Anne-Sophie Pietrzak getan hatten. Anaïsa Korell malte verschiedene Symbole, unter anderem wie die Siegerin einen Stephansdom, aber auch die österreichische Flagge. Zu schon genannten Motiven wie Riesenrad, Steffl und Sachertorte ließ sich Bernhard Schmidt hinreißen, fügte als ein viertes Bild aber noch eines von der Donau dazu. Anna Popadić zeichneten die spanische Hofreitschule, Johanna Hlawati Lipizzaner, den Stephansdom, das Riesenrad UND Mannerschnitten. Den Ort der Siegerehrung, das Rathaus, hatte Ludovico Ursi als eines seiner Motive auserkoren, dazu neben dem Stephansdom auch noch das Schloss Schönbrunn und mit der Hundertwasser’schen Müllverbrennungsanlage ein vergleichsweise jüngeres Gebäude. Ekaterina Mauthner hatte, wie sie dem Kinder-KURIER erzählt, Johann Strauß, das Riesenrad, den Stephansdom und die Donau für ihren Münzseiten-Entwurf vorgesehen. Sogar fünf Bilder packte Regina Delić in ihr rundes Bild: Riesenrad, Stephansdom, Donau, Österreich-Flagge und den Basilisken.
Wie aus einem Mund antworten viele der Schülerinnen und Schüler, ob sie selbst enttäuscht seien, nicht gewonnen zu haben: „Nein, gar nicht, wir sind froh, dass irgendwer aus unserer Klasse gewonnen hat!“

1600 Entwürfe

Halbjährlich erscheinen solche Münze der Reihe nach für jedes Bundesland. 1600 Entwürfe wurden für die Wiener 10-€-Münze eingeschickt. Bei der feierlichen Preisverleihung im Roten Salon des Wiener Rathauses wurden von der Münze Österreich an die Siegerin sowie an Bürgermeister Michael Häupl die ersten der geprägten Münzen übergeben. Wobei sich der Bürgermeister wunderte: „Bisher hab ich zehn Euro nur als Schein gekannt!“ Er gratulierte der Siegerin und übergab ihr eine große Edelmetall-Medaille mit dem Rathausmann auf einer Seite, die üblicherweise nur hohen ausländischen Stadt-Gästen vorbehalten ist.

„Bring Wien auf eine Münze“ war die siebente Runde. Die Bewerbe fürs Burgenland und Oberösterreich sind schon abgeschlossen. Als letzte und zehnte Runde startet gegen Ende Sommer der Bewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Österreich-Münze.

Länderserie

Den Bundesländer-Münzen liegt folgende Idee zugrunde: Eine Seite basiert auf Entwürfen von Kindern. Sie wurden jeweils aufgerufen zu zeichnen oder malen, was ihr jeweiliges Bundesland am besten beschreibt. Die Fachjury setzt sich neben Fachleuten für Münzgestaltung unter anderem aus Angehörigen von Kinder-Kultur- und -Bildungseinrichtungen zusammen, in Wien waren dies ZOOM-Kindermuseum und Stadtschulrat.

Die zweite Münzseite – gestaltet von den Designer_innen der Münze Österreich AG - ist in dem Fall dem UNESCO-Weltkulturerbe „Wiener Altstadt“ gewidmet. Rund um den Stephansdom sind die Karlskirche, das Wiener Rathaus und das Schloss Belvedere zu sehen. Die Staatsoper, das Gebäude der Secession, ein Fiakergespann sowie das Johann Strauß-Denkmal im Stadtpark ergänzen die Bild-Komposition.

Auch Zahlungsmittel

Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich. Sie ist in drei Ausführungen erhältlich: aus Kupfer zum Nennwert sowie aus jeweils 16 Gramm Silber in den hohen Prägequalitäten „handgehoben“ sowie „polierte Platte/Proof“. Insgesamt werden 200.000 Silber- und Kupferstücke in den Banken und Sparkassen, im Münzhandel, in den Filialen des Dorotheums, im Sammelservice der Post AG sowie in den Shops der Münze Österreich AG ausgegeben.

Bewerb zu „Österreich“-Münze

Nach den schon abgeschlossenen neun Landesbewerben, bei denen insgesamt 17220 Entwürfe die Münze Österreich erreichten, startet im August der zehnte – für einen Österreich-Zehner. Kinder (3. bis 6. Schulstufe) aller Bundesländer können dann bis 26. Oktober Entwürfe einsenden, die zeigen, was für sie Österreich darstellt.

www.meinemuenze.at/

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