Alle Sieger_innen mit ihren Entwürfen und Models

Kids in Fashion 2011: Die Show am Laufsteg

"Ich wollte was entwerfen, was noch nie vorher jemand auf der Welt gemacht hat", erläutert Christina Gabmayer ihr siegreiches Design für ein Kleid in mehreren Schleifen-Ebenen. Mit einem jugendlichen Modell in dem Stoff gewordenen Entwurf zitterte sie sich Samstag Abend die ersten Schritte "am Anfang war ich schon nervös" über den Laufsteg im Palais Kabelwerk. Damit gewann sie die jüngste Kategorie (4 bis 9 Jahre): Da war mal, wie schon geschildert, die Idee, es sollte was völlig neuartiges werden. Die Korneuburgerin (NÖ) zeigt ungefähr in die Mitte ihrer Skizze und schildert dann, wie sie Schleife für Schleife neue Ebenen schaffen wollte. "Ein anderer von meinen drei Entwürfen hat mir eigentlich noch besser gefallen, sie haben aber den genommen", erzählt Gabmayer, die sich erinnert "schon im Kindergarten hab ich immer Entwürfe für Kleider meiner Puppe gemacht." und auch sonst zeichnet sie gerne, "am liebsten Figuren mit irgendwas Komischem dran. Oder oft auch aus gezeichneten, verbogenen Blättern (von Bäumen)." Kübra Sari griff für ihren Entwurf schon zu echtem Stoff (ausgestellt war allerdings nur eine Kopie der Einsendung). „Ich hab da ein Stück fransigen Stoff, so ähnlich wie Teppich genommen, und aufs Papier geklebt“, erklärt Sari, die ihren Entwurf „im Jugendzentrum im fünften Bezirk gemacht und gleich geglaubt“ hat, „einen Preis zu machen“. Entsprechend selbstbewusst wandelte die Zweite bei den 4- bis 9-Jährigen auch neben dem Model mit ihrem Stoff gewordenen Entwurf über den Laufsteg in Wien-Meidling. Irgendwas erfinden stand auch am Ausgangspunkt der Entwürfe von Anouk Penetsdorfer. „Ich wollt was ganz Buntes, Ausgeflipptes“, zeigt sie auf die beiden farbenprächtigen Kleider-Designs an der Wand im Obergeschoß des Kabelwerks, wo die viele der siegreichen Zeichnungen hängen. Sie ziehen sich bis hinunter ins Erdgeschoß, wo in der großen Halle die Shows über die Bühne gingen. Recht bunt gekleidet ist auch diese Modedesignerin zur Show gekommen, wie überhaupt bei manchen der Jungdesigner_innen ausgefallenes Outfit auffällt. Anouk Penetsdorfer, Dritte bei den 4- bis 9-Jährigen: „Ich wollt nicht so was Übliches, meine Entwürfe sollten Abwechslung bringen“. Mit einem Kleid mit flatternden Luftballons holte sich Catherine Hu (aus Wien-Donaustadt) den ersten Platz in der Altersgruppe der 10- bis 13-jährigen jungen Modemacher_innen Hier Hus Entwurf und die Stoff gewordenen Kleider Einer der wenigen Jungs (die viel seltener teilnehmen), die's in die jeweiligen Top3 schafften, ist Andreas Wohltan, der es auf Platz 2 in der zweijüngsten Altersgruppe (10 bis 13) schaffte.
"Wir haben das in der Schule im Werken gemacht, seit ungefähr einem Jahr designe ich öfter Mode. Ich hab zuerst einfach drauflos gezeichnet. Irgendwann hab ich an Geister gedacht... ... Das sollte aber auf keinen Fall so ausschauen, wie man sich das meistens vorstellt wie eine Art übergeworfenes Tischtuch.“ Und so entstand ein kesses Kleid mit einem rundherum gehenden Zick-Zakck-Blitz, und einem sehr schmalen, hohen Zylinder auf dem Kopf des deutlich weiblichen Geistes. Dritte bei den Zweitjüngsten (10 bis 13 Jahre) wurde Daphne Duty aus Wien-Landstraße Der Sieg bei den 14- bis 18-Jährigen ging an Ferenc Varga, der regelmäßig seine Entwürfe aus dem serbischn Sombor einschickt.

Vor zwei Jahren hatte Ferenc Varga erstmals bei Kids in Fashion eine Top-Platzierung erreicht. Damals meinte er zum Kinder-KURIER: „Für mich gibt es nur Kunst, ich zeichne und male für mein Leben gern.“
Von seiner in Wien lebenden Schwester hatte er von Kids in Fashion erfahren und erstmals 2008 teilgenommen.
Der junge Künstler besucht in seiner Heimatstadt ein normales Gymnasium, „danach will ich auf einer Kunstakademie studieren, in London oder vielleicht auch in Wien.“

Übrigens recht "bunt" wirkende Schwarz-Weiß-Kleidungsstücke wie sie auch Varga entwarf, waren in diesem Jahr viele auf dem Laufsteg zu sehen. Theresa Höher aus Wien-Ottakring wurde mit diesem Entwurf Zweite der 14- bis 18-Jährigen. Platz drei in der genannten Altersgruppe gab's für Jacqueline Huber und ihren Entwurf. Dieser bunte Entwurf überzeugte die Jury und sie setzte Klara Gruber auf Platz 1 der Ältesten (19 bis 23 Jahre). Ihr eigenes Kleid hätte fast ein erfolgreicher Entwurf sein können: Stella Batke schaffte mit diesem schwarz-gelben Outfit auf Platz 2 der "Oldies". Dritte bei den 19- bis 23-Jährigen wurde Natalie Speer. Wieder mit dabei auch die besten Designer_innen aus München (seit ein paar Jahren wird auch in der bayrischen Landeshauptstadt eine Modekreativbewerb für Kinder und Jugendliche durchgeführt):
Lara Broderich (rechts) und Sanela Zivkovic waren nach Wien gekommen, um mit den Models, die ihre Stoff gewordenen Entwürfe vorführten, über den Laufsteg zu gehen.

Zivkovic erzählt: "Zuerst hab ich eine Holzpuppe mit Federn beklebt und fotografiert, aber dann hab ich zu zeichnen begonnen." Dafür hat sich sich vom "Münchner Kindl", dem Maskottchen dieser Stadt inspirieren lassen und darum die Farben gelb und schwarz verwendet."
Preisträgerin geworden zu sein, "ist für mich ganz überraschend gekommen, aber es ist ein tolles Gefühl, und man kann richtig stolz darauf sein, das geschafft zu haben".

War es für Zivkovic das erste Mal, Modeentwürfe gemacht zu haben, so sagt Broderich: "Ich hab auch schon als kleines Kind im Kindergarten Kleider gezeichnet." Vielleicht will sie später sogar einmal was mit Design oder Zeichnen beruflich machen, meint die Münchnerin zum Online-Kinder-KURIER

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(kurier) Erstellt am
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