"What You Won’t Do for Love": Sänger Bobby Caldwell gestorben

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Bobby Caldwell galt als gefühlvoller R&B-Sänger und Songschreiber. Nun ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.

Der US-Sänger und Liedermacher Bobby Caldwell ("What You Won"t Do for Love") ist mit 71 Jahren in New Jersey gestorben. Das teilte seine Frau am Mittwoch (Ortszeit) auf dem verifizierten Twitter-Konto des Musikers mit. Er habe jahrelang an den Komplikationen nach einer toxischen Reaktion auf ein Antibiotikum gelitten, schrieb sie weiter.

Der R&B-Sänger mit der samtigen Stimme und dem Filzhut hatte 1978 mit "What You Won"t Do for Love" einen großen Hit. Das Stück landete damals auf Platz 9 der Billboard Hot 100-Charts und wurde später von Künstlern wie Boyz II Men und Michael Bolton gecovert. Zudem schrieb er Songs für Chicago, Neil Diamond oder Al Jarreau. Auch andere Hip-Hop-Größen wie The Notorious B.I.G., Common, Lil Nas X oder Chance the Rapper sampelten Caldwell-Songs.

Der in Manhattan geborene und in Miami aufgewachsene Caldwell war der Sohn von Bob und Carolyn Franklin, die in New York die musikalische TV-Varietéshow "Suppertime" moderierten. Im Alter von 17 Jahren begann er professionell aufzutreten. Anfang der Siebzigerjahre hatte er als Gitarrist in der Band von Little Richard seinen ersten Durchbruch. Nur wenige Jahre später spielte Caldwell mit Bands in verschiedenen Bars in Los Angeles, bevor er als einer von nur wenigen weißen Künstlern einen Plattenvertrag bei dem Soul-Label TK Records erhielt.

Weitere Erfolge blieben aus

An den Erfolg von "What You Won’t Do for Love" konnte Caldwell später nie wieder anschließen, dabei war sein Werk deutlich größer. In den Achtzigerjahren veröffentlichte er das Album "Cat in The Hat" auf dem er auf dem Cover mit einem Filzhut zu sehen war, so etwas wie seinem Markenzeichen. Sein Song "Open Your Eyes" von dem Album wurde von John Legend gecovert.

Für das Album "Carry On" aus dem Jahr 1982 wiederum war Caldwell sein eigener Produzent und spielte selbst alle Instrumente. In den Neunzigern verlegte sich Caldwell schließlich auf die Aufnahme amerikanischer Klassiker, wie Songs von Frank Sinatra oder Nat King Cole, die er bereits in seiner Jugend geliebt hatte.

 

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