SALZBURGER FESTSPIELE 2018: FOTOPROBE "SALOME" / WELSER-MÖST

© APA/BARBARA GINDL / BARBARA GINDL

Oper
09/22/2019

Welser-Möst bleibt bis 2027 Chef des Cleveland Orchestra

Das renommierte Ensemble verlängerte den Vertrag seines Chefdirigenten um eine weitere Periode.

Das Cleveland Orchestra hat am gestrigen Samstag im Rahmen seines Saisoneröffnungskonzerts die Vertragsverlängerung für seinen seit 2002 amtierenden Chefdirigenten Franz Welser-Möst bekannt gegeben. Der gebürtige Oberösterreicher wird nun bis zumindest 2027 an der Spitze des Orchesters stehen.

Mit einem Vierteljahrhundert wird Welser-Möst dann zum Ende der Vertragslaufzeit der längsdienende Chefdirigent des Cleveland Orchestra sein. Den Rekord hält bis dato George Szell, der von 1946 bis 1970 und mithin 24 Jahre an dessen Spitze gestanden hatte.
„Unter der Leitung von Franz Welser-Möst wurde das Cleveland Orchestra zu höchsten musikalischen und künstlerischen Höhen geführt“, streute Orchestermanager Andre Gremillet dem Maestro in einer Aussendung Rosen. Der bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und kündigte zugleich neue Pläne mit seinem Klangkörper an: „Um in unserer sich verändernden Welt etwas zu bewegen, müssen wir uns ständig weiterentwickeln und auf neue Weise erfolgreich sein.“

Fixiert sind für die kommenden fünf Spielzeiten etwa je eine Opernaufführung und die jährliche Veröffentlichung von Liveaufnahmen aus den Konzerten. In Wien wird das Orchester im Rahmen seiner Europatournee wieder zwischen 24. und 26. März 2020 im Musikverein zu erleben sein.

Pläne bis 2024

In einer Aussendung gab das Orchester auch schon seine Pläne bis zur Spielzeit 2023-'24 bekannt. In der laufenden Spielzeit steht  Lulu von Alban Berg am Programm, im Mai 2020 dann eine konzertante Aufführung  mit der Sopranistin Barbara Hannigan in der Titelrolle. 2021 gibt das Orchester den Otello von Giuseppe Verdi in konzertanter Aufführung mit Bariton Simon Keenlyside, der sein Rollendebüt als Iago gibt.

Für 2021-22 nimmt sich Welser Möst mit dem Cleveland Orchestra dann den Parsifal von Richard Wagner vor, mit dem Tenor Piotr Beczala (als Parsifal) und der Mezzosopranistin Okka von der Damerau (als Kundry). Für 2022-23 ist eine konzertante Aufführung von "La Fanciulla del West" von Giacomo Puccini geplant. 2023-24 bringt Welser Möst dann die "Zauberflöte" von W.A. Mozartnach Cleveland. Sie wird inszeniert vom Regisseur, Schauspieler und Puppenspieler Nikolaus Habjan, der damit sein Debüt in den USA gibt.