Zum Abschluss: "La La Land"

© /Constantin

Filmfestival
10/11/2016

Viennale: Oscar-Kandidaten und Österreichisches

Zum Auftakt: „Manchester by the Sea“ als Österreichpremiere

Zwei frühe Oscar-Anwärter dienen als Klammer für die 54. Viennale (20.10. bis 2.11.): Zum Auftakt feiert das Drama „Manchester by the Sea“ in Anwesenheit von US-Regisseur Kenneth Lonergan Österreichpremiere, zum Abschluss Damien Chazelles umjubeltes Filmmusical „La La Land“. Dazwischen finden sich wie gewohnt Festival-, Indie- und Arthouse-Highlights im heute, Dienstag, vorgestellten Programm.
Das Äquivalent zur Fernseh-Primetime ist bei der Viennale der Gartenbaukino-Hauptabend: In Wiens größtem Einsaalkino sind traditionell die am heißesten ersehnten neuen Filme namhafter Regisseure angesetzt, darunter Neues von Kelly Reichardt („Certain Women“), Jim Jarmusch („Paterson“ und „Gimme Danger“), Paul Verhoeven („Elle“) und Denis Villeneuve („Arrival“). Luc Dardenne kommt persönlich zur Vorführung des Dramas „La fille inconnue“, Olivier Assayas zeigt den Thriller „Personal Shopper“, Terence Davies sein Emily-Dickinson-Biopic „A Quiet Passion“ und Rebecca Zlotowski das Drama „Planetarium“ über Schwestern mit übernatürlichen Fähigkeiten.
Für „Planetarium“ stand Natalie Portman das erste Mal seit ihrem Debüt in „Leon - Der Profi“ (1994) von Luc Besson wieder unter französischer Regie vor der Kamera; an ihrer Seite spielt Lily-Rose Depp, Tochter von Johnny Depp und Vanessa Paradis. Große Schauspielkunst ist in Guillaume Nicloux' „The End“, einem Mix aus Fantasy und Horror mit Gerard Depardieu als Jäger, zu erwarten. Isabelle Huppert indes lässt sich gleich doppelt nicht unterkriegen: Als Geschäftsfrau, die überfallen und vergewaltigt wird, in Verhoevens kontroversiellem Thriller „Elle“ und als Philosophielehrerin auf Sinnsuche in Mia Hansen-Loves „L'Avenir“ („Alles was kommt“). Zu einer der größten Schauspielerinnen ihrer Generation zählt indes die 26-jährige Kristen Stewart, die in „Personal Shopper“ mit einem Toten kommuniziert und in „Certain Women“ als Anwältin für eine Lehrtätigkeit täglich acht Stunden Fahrt auf sich nimmt.
Nicht fehlen dürfen Siegerfilme der großen internationalen Festivals dieses Jahres: Das mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete, fast vierstündige Drama „The Woman Who Left“ des philippinischen Regisseurs Lav Diaz, dem heuer viel Platz eingeräumt wird, ist ebenso im Programm wie Ken Loachs mit der Goldenen Palme bedachtes, berührendes Sozialdrama „I, Daniel Blake“. Mit „Forushande“ von Asghar Farhadi ist der iranische Auslandsoscarkandidat vertreten, mit „Weiner“ kommt eine Doku über den Skandalpolitiker Anthony Weiner, die in den USA für Aufsehen gesorgt hat.
Erfolgreiche Festivaleinsätze haben manch österreichische Filme im Viennale-Programm hinter sich, darunter der Locarno-Wettbewerbsfilm „Mister Universo“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel, Händl Klaus' Liebesdrama „Kater“, Nikolaus Geyrhalters Doku „Homo Sapiens“ (beide Berlinale) sowie Valentin Hitz' Technikdystopie „Stille Reserven“, die soeben in Zürich das Goldene Auge erhalten hat.
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