Viennale: Große und kleine "Wuchteln"

Das Festival ging mit einem Clooney-Film und konstant bleibender Besucherzahl zu Ende: Eine Bilanz mit Zahlen, Zitaten und Infos, wann die Filme ins Kino kommen.

Die 49. Viennale ging am Mittwoch mit dem Abschlussfilm "The Ides of March" von George Clooney zu Ende. Die Besucherzahlen blieben dieses Jahr konstant und stiegen gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig von 96.300 auf 96.700. Die Gesamtauslastung stieg von 79,8 Prozent (2010) auf 79,9 Prozent. ...

Die Highlights des Festivals und die besten Zitate als Bilderstrecke zum Durchklicken - mit Infos, wann die großen Filme der Viennale regulär ins Kino kommen. 

Bild: George Clooney als Präsidentschaftskandidat in "The Ides of March" - Kinostart am 23. Dezember 2011. 120 Vorstellungen von insgesamt 347 waren ausverkauft. Der Wiener Filmpreis im Wert von 12.000 Euro für den besten österreichischen Spielfilm geht an Markus Schleinzers "Michael", jener für den besten heimischen Dokumentarfilm des vergangenen Jahres an Gerald Igor Hauzenbergers Tierschützer-Doku "Der Prozess". Das Programm überblickend, sagte Viennale-Direktor Hans Hurch vor Beginn des Festivals: "Es gibt heuer ein bisschen weniger große Wuchteln." Der Umfang des Programms entspreche jenem der letzten Jahre, sei aber "etwas weiter, wilder und dichter" geworden. Natürlich gab es bei der Eröffnungsgala am 20. Oktober aber wieder die übliche Politikerschelte: "Es ist das Nest, das uns beschmutzt", zeichnete Hurch bei der Auftaktrede ein ironisch-bitteres Sittenbild der politischen Verhältnisse und zitierte Karl Kraus. Eröffnet wurde das Filmfestival mit Aki Kaurismäkis sozialkritischem Märchen "Le Havre". Andre Wilms spielt die gute Fee, den erfolglosen Schriftsteller Marcel Marx, der als Schuhputzer arbeitet und mit seiner kranken Frau Arletty (Kati Outinen) in einem winzigen Haus ein ruhiges, geregeltes Leben führt. 

Kinostart: 4. November 2011 In einem von viel Gelächter begleiteten Auftritt erzählte Wilms bei der Viennale-Eröffnung von der Arbeit mit Kaurismäki, dem am Set alles bewusste Schauspiel bereits zu viel gewesen sei. Gecastet worden sei er vom finnischen Regisseur um zwei Uhr nachts in einer Bar: "Er hat gesagt, Sie sehen interessant aus. Sie haben eine große Nase, Sie können unter der Dusche rauchen." Kurz darauf habe er unterschrieben. Der diesjährige Stargast, Film- und Musiklegende Harry Belafonte, erläuterte sein erfrischend einfaches Erfolgsrezept: "Man hat mir immer gesagt: Spiel nach den Regeln, dann hast Du mehr Erfolg. Und ich habe nach den Regeln gespielt - nach meinen eigenen." Belafonte, dem beim Festival ein erfolgreiches Tribute mit seinen Filmen und ein aktueller Dokumentarfilm über sein Leben gewidmet war, meinte, dass er sich eigentlich mehr als Schauspieler sehe denn als Sänger. "Ich bin sogar einer der besten Schauspieler der Welt", schmunzelte der 84-Jährige, "denn ich habe die Welt davon überzeugt, dass ich ein guter Sänger bin." Am Abend wohnt Belafonte einer Gala zu seinen Ehren bei. Viel zum Publikumserfolg haben die zahlreichen ausverkauften Vorstellungen und Gala-Events im großen Gartenbaukino beigetragen. Überraschend beliebt seien auch Filme wie "Alpis", "Tomboy", "Hesher" oder "Drive" gewesen, ... 

Bild: Für "Drive", den Action-Noir  mit Ryan Gosling als Stuntfahrer, gab es in Cannes 2011 für Nicolas Winding Refn die Regie-Palme
Kinostart: 27. Jänner 2012 ... auch "Terri" war gut besucht. Dem US-Independent-Regisseur Azazel Jacobs gelang mit diesem einfühlsamen Film ein Highschool-Movie der etwas anderen Art. Er lässt dabei den Schauspielneuling Jacob Wysocki auf einen alten Hasen (John C. Reilly als Schuldirektor) treffen. Terri, ein Außenseiter ob seines Körperumfangs, findet endlich ein paar - wenn auch skurrile - Kumpanen, darunter den Direktor, mit dem er sogar die Zeit im leeren Schulgebäude totschlägt - "Breakfast Club" lässt grüßen.

Kinostart: Leider noch nicht bekannt Eine große Festival-"Wuchtel" ist natürlich Lars von Trier. Sein neuer Film "Melancholia" ist bereits während der Viennale in den österreichischen Kinos gestartet. Wie die einleitenden Zeitlupensequenzen mit Wagner-Musik bereits verraten, zeigt der dänische Regieexzentriker seine Hauptdarstellerin Kirsten Dunst in einem Weltuntergangsszenario. Danach fühlt man sich wie in einer Mischung aus Thomas Vinterbergs "Das Fest" und ein bisschen Katastrophenkino à la "Deep Impact": Während der riesige Fantasieplanet Melancholia auf die Erde zurast, wird in einem Luxusschloss Hochzeit gefeiert. Was im ersten Teil wie ein Ensemblefilm (mit großartigen Darstellern wie Charlotte Gainsbourg, Charlotte Rampling, Kiefer Sutherland, Stellan Skarsgard, John Hurt) daherkommt, wird immer mehr zur Reise in die Abgeschlossenheit der Krankheit Depression. 

Bild: Kirsten Dunst und Alexander Skarsgard Mit "Margin Call - Der große Crash" gab es auch die Möglichkeit, amerikanisches Starkino in Form eines unaufgeregten, intelligenten Thrillers zu genießen. Der Film behandelt den Börsencrash von 2008 - die Handlung ist lose an der Pleite der Lehman Brothers angelehnt. Gleich in seinem ersten Langfilm konnte Regisseur J.C. Chandor mit einem tollen Starensemble arbeiten: Paul Bettany, Jeremy Irons, Stanley Tucci, Demi Moore und allen voran Kevin Spacey (Bild) als alter Finanzhai, der noch einmal so richtig gefordert ist. Als sich plötzlich die Toxizität der Wertpapiere in vollem Ausmaß auf den Monitoren offenbart, werden die beteiligten Fische in diesem beklemmenden Kammerspiel immer größer - und Moral ist plötzlich keinen Pfifferling mehr wert. Kinostart: 8. Dezember 2011 Die Gebrüder Dardenne waren mit ihrem in Cannes mit dem Großen Jurypreis ausgezeichneten Sozialdrama "Le gamin au vélo" (Der Junge mit dem Fahrrad) im Programm. Für den hyperaktiven Burschen Cyril läuft einiges falsch: Sein Vater schiebt ihn ins Heim ab, was er nicht wahrhaben will. Der Weg auf die schiefe Bahn scheint vorgezeichnet. Doch zum Glück ist da die Friseurin Samantha, die immer wieder trotz seiner Widerborstigkeit auf ihn aufpasst.  Bei allem Realismus wirkt der Film immer wieder fast märchenhaft, und Samantha (starbesetzt: Cécile de France) wie eine Fee, die Cyril selbst in Abwesenheit zu beschützen scheint. Der Grat zum Sozialkitsch verläuft hier daher zwar denkbar schmal, der belgisch-französische Film gleitet aber letztlich nicht dorthin ab – auch durch das offene Ende. 

Kinostart: Noch nicht fixiert Der Publikumszuspruch bei der ersten internationalen Würdigung für den Hongkong-Filmemacher Soi Cheang blieb ein wenig hinter den Hoffnungen der Festivalmacher zurück. Dabei war das Tribute eine der Perlen im Programm. In "Oi zok zin" (Love Battlefield, 2004) erzählt Cheang etwa eine blutige Liebesgeschichte, in der ein Krankenpfleger in die Fänge einer brutalen Gangsterbande gerät. Das alles endet in einer schier endlos scheinenden Rettungsszene unter Wasser. Asiatisches Genrekino der großen Gefühle. Ebenso unter den Erwartungen blieb "Mildred Pierce". Die fünfteilige HBO-Serie von Todd Haynes mit Hauptdarstellerin Kate Winslet war heuer im Festivalprogramm von Venedig vertreten und daher auch als einer der Höhepunkte der Viennale vorgesehen. Der achtstündige Kino-Marathon (inklusive Michael Curtiz' Original-Verfilmung des Hard Boiled-Krimis von 1945) im Urania-Kino war zwar gut besucht, aber die über mehrere Tage verteilten Screenings liefen nicht so gut. Dafür haben einzelne Dokumentarfilme laut der Festivalleitung sogar das große Gartenbaukino gut gefüllt, darunter "Mama Africa", "India", "The Black Power Mixtape 1967–1975" oder "Tahrir, Liberation Square" über die wochenlangen Demonstrationen in Ägypten. Seine Österreich-Premiere erlebte Alexander Sokurovs "Faust", der in Venedig den Goldenen Löwen gewann. Der österreichische Hauptdarsteller Johannes Zeiler war im Gartenbaukino zu Gast. "Es geht natürlich um Macht und Wissenserwerb bis zur Potenz", fasste Zeiler zusammen, "aber das immer verbunden mit den elementaren Bedürfnissen des Menschen." Zur Hälfte des Festivals ging es dann überhaupt Schlag auf Schlag mit großen Festivalfilmen. Hans Hurch freute sich auch, seit langem wieder "einen der großen Regisseure des Weltkinos" bei der Viennale begrüßen zu können. Mit den Worten "Habemus Morettam!" bat er den italienischen Autorenfilmer und Schauspieler Nanni Moretti auf die Bühne, der seinen neuen Film "Habemus Papam" vorstellte. Moretti gab seinen knorrig-trockenen Humor auch auf der Bühne zum Besten und entschuldigte sich für seine mangelnden Deutschkenntnisse: "Mein Deutsch... Schluss!" Sein Film "Habemus Papam" wurde in Wien mit großem Beifall aufgenommen - und vor allem mit viel Lachen. Moretti zeigt die Vorgänge nach dem Tod eines (offenbar) polnischen Papstes. Doch als der neue Papst gewählt ist, traut sich dieser nicht vor die Öffentlichkeit zu treten. Michel Piccoli spielt einen mehr als menschlichen Papst, der die katholische Welt in Atem hält, Moretti ist selbst als Psychoanalytiker zu sehen, der die Angststörungen des Papstes wider Willen behandeln soll. Atmosphärisch fällt überhaupt nicht auf, dass Moretti nicht im Vatikan drehen durfte.

Kinostart: 8. Dezember 2011 Da Moretti in "Habemus papam" aus Langeweile ein vatikanisches Volleyballturnier organisiert, schlug er als deutschen Verleihtitel "Volleyball und Psychoanalyse" vor - in Anlehnung an seinen Film "Palombella rossa" (1989), der in Deutschland "Wasserball und Kommunismus" hieß.
Auf der Bühne im Gartenbaukino zeigte sich Moretti weniger als Vatikankritiker, sondern eher besorgt über die Zukunft des Kinos. Er telefonierte live mit Rom, um zu erfahren, wie viele Menschen an diesem Abend den iranischen Film "Nader und Simin, Eine Trennung" in einem italienischen Programmkino sehen wollten. Lediglich 24 Besucher zählte der Informant aus Italien ... Dass so wenige Leute zu "Nader und Simin, Eine Trennung", immerhin Gewinner des "Goldenen Bären", ins Kino gingen, hielt Moretti für besorgniserregend. Bei der Viennale hingegen sorgte das beeindruckend gespielte Trennungsdrama von Regisseur Asghar Farhadi für ein ausverkauftes Gartenbaukino.

Kinostart: 18. November 2011

Bild: Leila Hatami als Simin, die sich in "Jodaeiye Nader az Simin" über Konventionen und Zwänge hinwegsetzt und ein neues Leben beginnen will Als weiteren Stargast konnte Hans Hurch den kanadischen Kultregisseur David Cronenberg ("Die Fliege", "Naked Lunch") zur Viennale locken. Die Viennale erinnere ihn an das Toronto International Film Festival, meinte Cronenberg beim Publikumsgespräch im Anschluss an die Premiere des Dramas "A Dangerous Method", das den Bruch zwischen den Psychoanalytikern C.G. Jung (Michael Fassbender) und Sigmund Freud (Viggo Mortensen) nach einer Affäre Jungs mit seiner Patientin Sabina Spielrein (Keira Knightley) nachzeichnet. "Ich schätze Filmfestspiele ohne Wettbewerb und Preise, die einfach gute Werke für Filmliebhaber zeigen. Das nimmt mir den Druck und lässt mich andere Filme genießen, ohne sie als Konkurrenz zu sehen." Der Gala-Abend war eigentlich dem britischen Produzenten Jeremy Thomas ("Der letzte Kaiser") gewidmet, der für "A Dangerous Method" (Eine dunkle Begierde) zum dritten Mal mit Cronenberg zusammengearbeitet hat.  Thomas, der als bedeutender unabhängiger Produzent des Weltkinos mit einem Tribute geehrt wurde, schien an einem weiteren Aspekt der Hauptstadt Gefallen gefunden zu haben: "Während ihr den Film gesehen habt, haben wir Tafelspitz gegessen", sagte der Brite begeistert. "Deshalb sind wir jetzt ein bisschen langsam." Die Freude, den Film in Wien zu präsentieren, war dennoch groß, wurden einzelne Szenen doch im Sommer vergangenen Jahres hier gedreht.

Kinostart: 11. November 2011 Bei anderen Ehrengästen hatte die Viennale leider Pech: Chantal Akerman konnte nicht wie geplant zur Viennale kommen. Die belgische Regieveteranin sollte anlässlich der ihr gewidmeten Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum in Wien zu Gast sein, musste nun jedoch "aufgrund eines familiären Notfalls" absagen. "Es tut mir wahnsinnig Leid", richtete die Regisseurin aus, "aber ich habe keine Wahl." Per Skype konnte Akerman allerdings mit dem Wiener Publikum online kommunizieren (siehe Bild). Eine weitere Absage gab es: Genesis P-Orridge, einstige Frontfigur der 70er-Jahre-Industrial-Band Throbbing Gristle, konnte aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht dem eigens gewidmeten "Viennale-Event" samt Film, Ausstellung (Bild) und Konzert beiwohnen. Kurator Thomas Mießgang kommentierte: "Es ist wie eine Geburtstagsparty ohne Geburtstagskind - und ich springe aus der Torte." Ruth Klüger kam hingegen nach Wien, um am 30. Oktober bei der Viennale ihren 80. Geburtstag zu feiern. "Wien wird reicher, scheint mir. Es wird hübscher, als Weltstadt selbstbewusster, auch selbstgefälliger," sagt Klüger, die den Holocaust - "durch Zufall" wie sie sagt - überlebt hat und deren Wien-Bild trotz Geburtstagsgala ambivalent blieb. ... Im Rahmen der Viennale wurde die berührende Doku "Das Weiterleben der Ruth Klüger" von Renata Schmidtkunz gezeigt. "Wenn ich mir den Film so ansehe, möchte ich noch ein paar weitere Jahre leben," sagte Klüger nach der Aufführung im Gartenbaukino. Auch neue österreichische Filme gab es bei der Viennale zu sehen. Die Schiene "Home Run" war laut Festivalbilanz praktisch 100 Prozent ausgelastet.
Im Stadtkino bekam das Publikum die seltene Gelegenheit, ein Filmprojekt als "Work in progress" sehen zu können: Der österreichische Filmemacher Ulrich Seidl gewährte einen Einblick in seine Arbeitsweise und in sein Filmprojekt "Paradies". Dieses wuchs auf mehr als 90 Stunden Filmmaterial an, weswegen Seidl beschloss, "dass die beste künstlerische Lösung drei Filme sein werden". Die rund 50 Minuten an Rohschnitt-Auszügen wurden herzlich gefeiert, im kommenden Jahr soll die Trilogie veröffentlicht werden. Auch wenn die Viennale traditionell keinen Wettbewerb ausrichtet, werden am Ende dennoch einige Preise vergeben. Markus Schleinzer darf sich über den Wiener Filmpreis im Wert von 12.000 Euro für den besten österreichischen Spielfilm freuen, da "Michael" laut Jury dazu zwinge, "verstörende, aber nötige Fragen an uns und unsere Gesellschaft zu stellen". Die gleich dotierte Auszeichnung der Stadt Wien für den besten heimischen Dokumentarfilm des vergangenen Jahres geht an Gerald Igor Hauzenbergers Tierschützer-Doku "Der Prozess". Hauzenberger erhält auch den erstmals vergebenen MehrWERT-Filmpreis der Erste Bank, der aus einem Aufenthaltsstipendium in New York besteht. Je 2.000 Euro gehen zudem an die beiden Kurzfilmemacher Johann Lurf und Kurdwin Ayub. Die Kinostart-Empfehlung durch die Leser-Jury der Tageszeitung Der Standard ergeht an den mexikanischen Film "El lugar mas pequeno" (The Tiniest Place) von Tatiana Huezo Sanchez. Und den Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik für den besten Erstlings- oder Zweitfilm erhält "Yatasto" des Argentiniers Hermes Paralluelo.
Eine lobende Erwähnung geht an "David Wants to Fly" von David Sieveking: "Der Film wird für seine künstlerische Gestaltung, Ironie und menschenfreundliche Haltung gerade in der Dekonstruktion
jeglichen Personenkults lobend erwähnt."

Bild: Wiener Filmpreis-Jury (v.li.): Loretta Pflaum (Schauspielerin), Eva Poleschinski (Modedesignerin), Wolfgang Gantner (Mitglied des Künstlerkollektivs gelitin), Lydia Mischkulnig (Schriftstellerin), Violetta Parisini (Sängerin) Neben Harry Belafonte durfte das Festival in diesem Jahr 120 Filmschaffende begrüßen, 651 internationale Medien- und Branchenvertreter waren heuer zu Gast. Insgesamt sieht Festivaldirektor Hans Hurch die diesjährige Bilanz als "wunderbares Versprechen" für das 50-Jahr-Jubiläum im kommenden Jahr.
Auf Wiedersehen, bis zur Viennale 2012!
(KURIER.at/apa, red.) Erstellt am
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